Elektroräder im Trend

Mehr als 15.000 Radler und Skater beim Sattelfest

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Start in Wolfsanger: Nach der Eröffnung durch den Regierungspräsidenten traten die ersten Teilnehmer des Sattelfests kräftig in die Pedale. 

Fuldatal. Das war eines der am besten besuchten Sattelfeste überhaupt. Die Organisatoren der Radtour entlang der Fulda waren zufrieden. 15.000 Radler und Skater waren am Start.

Die Ungeduldigen wollten nicht warten, bis Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke seine Begrüßung beendete und Oberbürgermeister Bertram Hilgen am Sonntagmorgen bei strahlendem Sonnenschein am Landhaus Meister in Wolfsanger das rote Absperrband zerschnitt und damit die Straße entlang der Fulda für die Pedalritter freigab. Sie überholten die Wartenden und bildeten die Vorhut einer fröhlichen Landpartie nach Hann. Münden, wo das Altstadtfest lockte.

Die Organisatoren des Sattelfestes brauchten sich diesmal über mangelnde Resonanz der Pedalritter aus der Region nicht zu beklagen: Bis zum Nachmittag gingen laut Michael Conrad, Pressesprecher des RP, mehr als 15.000 Radler, Inline-Skater oder Skate-Boarder bei Bilderbuch-Wetter auf die an diesem Tag autofreie Strecke. „Das war eines der am besten besuchten Sattelfeste überhaupt. Eine schöne Werbung für nächstes Jahr“, sagte Conrad.

Mit Dreirad an der Spitze

Wilfried Don aus Vellmar setzte sich mit seinem Dreirad an die Spitze des ersten Pulks, der in Wolfsanger startete. Er sei fast immer dabei, sagte der 68-Jährige, der sich mit einem großen Becher Buttermilch unterwegs stärkte. Zum ersten Mal an den Start ging dagegen der Zahnarzt Dr. Gökhan Sakim mit seiner ganzen Familie. Er habe aus der HNA vom Sattelfest erfahren, sagte er.

Gemütlich im Anhänger: Tina Fink aus Wahnhausen (links) war mit ihrem Bruder Lars (rechts) und ihren Neffen, den Zwillingen Henry (links) und Ben (2), unterwegs.

Für sehr viele Teilnehmer ist das Sattelfest eine willkommene Gelegenheit zum sportlichen Familienausflug: Kai Triebel und seine Frau Tina Triebel-Stein aus Rothwesten starteten in ihrem Heimatdorf, um sich mit den Eltern von Kai Triebel in Wahnhausen zu treffen. Danach radelten die drei Generationen gemütlich bis Wilhelmshausen, wo Werner und Heidrun Triebel wohnen.

„An die Rückfahrt darf ich noch gar nicht denken“, sagte Kai Triebel während einer Rast auf der Festwiese an der Fulda. Kein Wunder: Zurück nach Rothwesten mussten die Triebels immer stramm bergauf strampeln.

Immer mehr E-Bikes

Immer mehr Teilnehmer des Sattelfests spulen aber ganz entspannt, ohne sichtbare Anstrengung, die Kilometer ab. Sie haben das Kraftpaket nicht in den Wadenmuskeln, sondern in einem dezent am Rahmen ihres Rades montierten Akku. Die E-Bikes sind vor allem bei den älteren Pedalrittern Trumpf.

Jahrmarktstimmung

Auf der Festwiese in Wilhelmshausen herrschte Jahrmarktstimmung. Hier machten viele Radler auf dem Weg nach Münden Rast und informierten sich an Ständen über Neuheiten und Wissenswertes rund um das Fahrrad.

Sattelfest des Regierungspräsidiums Kassel

Es gab dort sogar eine automatische Waschstraße für Drahtesel. Wer wollte, konnte also mit einem blitzblank geputzten Rad weiterfahren. Viele Radler ließen sich auf den Bierzeltgarnituren nieder, um sich mit Flammkuchen oder mitgebrachtem Proviant zu stärken. Für die Kinder gab es einen Geschicklicheitsparcours und allerlei Werbegeschenke. Die Sanitäter vom Roten Kreuz (DRK) Schauenburg, die seit Jahren zu den ehrenamtlichen Helfern des Fests gehören, hatten einen ruhigen Tag.

Es gab keine ernsthaften Verletzungen, nur einige kleinere Blessuren, die mit einem Pflaster schnell versorgt waren.

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