43-Jähriger war gekentert

Nach Unfall auf der Fulda: Suche nach vermisstem Angler erfolglos abgebrochen

Wahnhausen. Die Suche nach dem 43-jährigen Angler aus Kassel, der am Dienstagabend auf der Fulda bei Wahnhausen gekentert ist, blieb auch am Mittwoch erfolglos. 

Aktualisiert um 17.25 Uhr: Der Mann war am Dienstagabend gegen 18.30 Uhr in der Nähe der Schleuse in Wahnhausen gekentert und wird seitdem vermisst. "Gegen 15.40 Uhr wurde am Mittwoch die Suche erfolglos beendet. Der Vermisste wurde nicht gefunden“, teilt Polizeisprecher Matthias Mänz mit. 

30 Einsatzkräfte der Feuerwehr, des DRK, der DLRG sowie der Polizei waren mit drei Suchbooten im Einsatz. Abgesucht wurden seit etwa 8 Uhr morgens die Freiwasser- und Uferbereiche nahe der Wehr- und Schleusenanlage bei Fuldatal-Wahnhausen. Ereignet hatte sich der Unfall im aufgestauten Bereich der Fulda etwa 200 bis 300 Meter oberhalb der Staustufe. „Aber weder oberhalb noch unterhalb des Wehres haben wir etwas entdeckt“, sagt Mänz. 

Suche mit Boot und Hund: Am Mittwochmorgen ging der Einsatz weiter. 

Selbst der Einsatz zweier Spürhunde am Mittwochvormittag habe zu keinem Ergebnis geführt. „Zwar hatten beide Hunde nahe einer Messstation an der Staustufe vom Boot sowie vom Ufer aus zunächst angeschlagen. Jedoch habe es sich dabei offenbar nur um im Wasser aufsteigendes Faulgas gehandelt. „Die daraufhin eingesetzten Taucher fanden auch dort nichts“, sagt Mänz.  Schon am Dienstagabend war die Fulda unmittelbar nach dem Unfall systematisch abgesucht worden (siehe Video). Auch hier waren schon Taucher sowie ein Hubschrauber im Einsatz.

Mann kentert mit Boot auf der Fulda

Völlig unklar ist indessen, wie es zu dem tragischen Unfall gekommen ist. „Wir haben keine Erkenntnisse darüber, was die Ursache für das Kentern des Schlauchbootes war“, sagt Mänz. Zwar sei der Vorfall von einem Bekannten des Vermissten direkt vom Ufer aus beobachtet worden, jedoch ist noch nicht geklärt, ob der Mann womöglich einen medizinischen Notfall im Schlauchboot erlitten hat und deshalb in Wasser gestürzt ist, oder ob der Sturz einer Unachtsamkeit geschuldet war und der Mann erst im Wasser ernsthafte Probleme bekommen hat. 

Beobachtet worden sei in jedem Fall, so Mänz, dass der Mann sofort vom Wasser verschluckt worden sei, ohne noch einmal aufzutauchen. Am Unfallort ist die Fulda etwa acht Meter tief, die Sicht unter Wasser sehr schlecht, zu viele Algen und Sedimente trüben das Wasser. Zudem herrschen in Höhe des Wehres starke Strömungen, die auch einen Taucher-Einsatz zu einem gefährlichen Unterfangen machen können. 

Nicht zuletzt deshalb hatte sich schon am Dienstagabend alle Hoffnung zerschlagen, den Mann noch lebend aus der Fulda zu retten. So wurden am Mittwoch denn auch gleich Spürhunde eingesetzt, die auf das Auffinden bereits verstorbener Menschen spezialisiert sind. „Leblose Personen sinken schnell bis auf den Grund herab“, sagt Mänz. Erst zwei bis drei Tage später gerieten sie wieder an die Wasseroberfläche. „Wir werden den Vermissten wohl erst in den kommenden Tagen finden“. Solange würden Suchtrupps weiterhin das Ufer nach dem Vermissten absuchen. 

Für die weiteren Ermittlungen ist nun die Wasserschutzpolizei Kassel zuständig. Das Schlauchboot des Vermissten war bereits am Dienstagabend sichergestellt worden.

Rubriklistenbild: © Hessennews.tv

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