Fördergeld fließt 2016

Nach jahrelangem Streit: Fulda-Radweg R1 wird saniert

Kein Durchkommen: Ab Kassel werden Radfahrer über die Fuldatalstraße umgeleitet. Fotos: Malmus

Fuldatal. Die Situation ärgert Radfahrer, die zwischen Kassel und Hann. Münden untewegs sind, seit vielen Jahren: Wenn es geregnet hat, gleicht der Fernradweg R1 entlang der Fulda zwischen zwischen der Kragenhöfer Brücke und dem Schocketal bei Simmershausen einer Schlammwüste.

Radfahrer müssen in dem rund fünf Kilometer langen Abschnitt dann um Dutzende Pfützen herumkurven. Ist es dagegen trocken, dann staubt es ordentlich und rumpelt wegen der Löcher.

Kurzum: Seinem Ruf als Tourismusmagnet, als der er in Werbebroschüren dargestellt ist, wird der R1 zumindest bei Fuldatal nicht gerecht. Dass der Weg dort bislang nicht saniert wurde, ist auf Unstimmigkeiten zwischen dem Land Hessen und der Gemeinde Fuldatal zurückzuführen. Lange tobte zwischen beiden Seiten ein Streit darüber, wer für die Sanierung zahlen muss.

Kosten bei 735 000 Euro 

Die Gemeinde Fuldatal sah das Land in der Pflicht, da der Radweg parallel zur Landesstraße 3235 (Kassel-Wolfsanger - Simmershausen) verläuft. Das Land wiederum verwies auf die Verantwortlichkeit der Gemeinde für die Instandsetzung der einst als Wanderweg angelegten Verbindung, da diese über Fuldataler Gebiet führt.

Nach jahrelangem Hin und Her ist der Streit jetzt offenbar begraben worden, Radfahrer und Spaziergänger können aufatmen: Das Verkehrsministerium in Wiesbaden wird rund 80 Prozent der Sanierungskosten tragen, und zwar sowohl für den Fulda-Radweg, als auch für den Neubau der maroden Holzbrücke Mühlbach unweit des Schiffsanlegers. Die Gesamtkosten werden mit 735 000 Euro beziffert, auf die Gemeinde Fuldatal, die noch immer unter dem Finanz-Schutzschirm des Landes steht, kommt ein Anteil von 208 400 Euro zu. Mit 25 000 Euro beteiligt sich der Landkreis Kassel an den Planungskosten.

Das Fördergeld des Landes, das geht aus einer Mitteilung von Bürgermeister Karsten Schreiber (CDU) hervor, wird voraussichtlich 2016 fließen.

In der kommenden Woche wird sich die Fuldataler Gemeindevertretung mit der Thematik befassen. Dass die Abgeordneten grünes Licht für die Sanierung des Radwegs und der Brücke geben, gilt als sicher. Bereits gestern Abend beriet der Fuldataler Haupt- und Finanzausschuss über den Radwegebau. Eine Entscheidung stand zu Redaktionsschluss noch nicht fest.

Unterdessen gehen die Bauarbeiten in dem R1-Abschnitt zwischen Kassel-Wolfsanger und der Grenze zu Fuldatal in die Endphase. Auf Kasseler Gebiet wurde der Weg inzwischen ausgebaut und zur Hangseite hin aufwendig mit Steinen gesichert.

Die Sitzung der Gemeindevertretung findet am Mittwoch, 17. Juni, 19.30 Uhr im Bürgersaal des Fuldataler Forums in Ihringshausen, Niedervellmarsche Straße 3, statt.

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