Bauarbeiten verzögern sich: Erst nach den Herbstferien

Neubau an der Ihringshäuser Grundschule verzögert sich

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Pakt für den Nachmittag: In das neue Betreuungsgebäude neben der Ludwig-Emil-Grimm-Schule investieren der Landkreis Kassel und die Gemeinde Fuldatal 1,6 Millionen Euro. Unser Foto zeigt hinten links den Haupteingang mit Foyer, im Raum rechts entsteht in den kommenden Wochen die Kantine.

Fuldatal. Der Mehrzweck-Neubau an der Schulstraße/Kurfürstenstraße neben der Grundschule Ihringshausen wird wohl erst nach den Herbstferien fertig. 

Nein, pünktlich zum neuen Schuljahr wird der Mehrzweckbau neben der Ludwig-Emil-Grimm-Schule in Fuldatal-Ihringshausen wohl doch nicht fertig. „Aber nach den Herbstferien ist es soweit“, sagt Fuldatals Bürgermeister Karsten Schreiber (CDU). Grund für die Verzögerung sei der vergangene Winter.

Mit dem Neubau an der Schulstraße/Kurfürstenstraße wollen die Gemeinde und der Landkreis Kassel die Ganztagsbetreuung („Pakt für den Nachmittag“) für rund 100 Grundschüler in Ihringshausen sicherstellen. 1,6 Millionen Euro wird der 600 Quadratmeter große Neubau einschließlich Inventar kosten, die Gemeinde und der Kreis teilen sich die Kosten.

Mit dem Start des „Paktes für den Nachmittag“, der trotz der verzögerten Eröffnung des Neubaus zum neuen Schuljahr an der Grundschule starten soll, steigt nach Ansicht von Bürgermeister Schreiber die Gemeinde Fuldatal in die „Champions League der Kinderbetreuung“ auf.

Betreuung bis 16.30 Uhr

Betreut werden die Kinder dann in Gruppen – je nach gewähltem und teils kostenpflichtigem Betreuungsmodul – auf Wunsch von 7 bis 16.30 Uhr. Damit sind die Betreuungszeiten identisch mit denen in den Fuldataler Kitas. „Viele Eltern hatten diesen Wunsch geäußert“, sagt Michael Thöne von der Gemeinde. Das Land Hessen unterstützt den Pakt umgerechnet mit einer zusätzlichen Lehrstelle pro 100 Schüler.

600 Quadratmeter Fläche: Das Gebäude, hier mit Blick auf den Haupteingang, wird vorerst einstöckig gebaut, kann aber später um eine weitere Etage aufgestockt werden.

In dem multifunktionalen Neubau entstehen unter anderem eine Kantine und vier Gruppenräume. Die Räume können flexibel genutzt werden, sind mit Waschbecken ausgestattet, barrierefrei und verfügen über einen Zugang zur Terrasse. Mit Wärme versorgt wird das Gebäude kostensparend über die Pelletheizung der Grundschule.

„Es ist so konzipiert, dass man es, wenn es notwendig wird, um eine Etage aufstocken kann“, sagt Schreiber. Unter anderem seien deshalb auch schon die Voraussetzungen für einen Fahrstuhlschacht geschaffen worden.

Zum neuen Schuljahr beginnt laut Ralf Franke, Fachbereichsleiter für Schulen beim Landkreis Kassel, auch in der Regenbogenschule Lohfelden und in der Ernst-Abbe-Schule Oberkaufungen der „Pakt für den Nachmittag“. Damit summiert sich die Zahl der Grundschulen mit Ganztagsbetreuung im Landkreis auf zehn. „Es gibt jetzt schon weitere Schulen, die sich auch für den Pakt interessieren“, so Franke. 

Hintergrund: Pakt soll Eltern entlasten

Im Schuljahr 2015/ 2016 hat das Land Hessen den „Pakt für den Nachmittag“ gestartet. Dieser Pakt soll zur Bildungsgerechtigkeit und individuellen Förderung der Schüler von Grundschulen und -stufen beitragen. Außerdem sollen Eltern durch das Betreuungsangebot entlastet werden. Wählbar sind grundsätzlich mindestens zwei Module von 7.30 Uhr bis entweder 14.30 Uhr oder 17 Uhr an fünf Tagen pro Woche – in Ihringshausen sind Betreuungszeiten von 7 bis 16.30 Uhr geplant. Eine Ferienbetreuung ist auch möglich. Bei dem Pakt handelt es sich um ein freiwilliges Angebot.

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