Neue Heizung fürs Museum Währungsreform in Rothwesten

Arbeitseinsatz: An einem Samstag im Monat treffen sich Mitglieder des Museumsvereins Währungsreform 1948 zum freiwilligen Arbeitseinsatz beim Haus Posen. Hier kümmern sich (von links) Dieter Hobein, Gunther Schulte-Hiltrop, Adolf Eckhardt und Klaus Bruer um die Pflege der Außenfläche. Fotos: Schilling

Fuldatal. Wenn es draußen friert, dann wird es auch im Haus Posen in der ehemaligen Fritz-Erler-Kaserne in Rothwesten ungemütlich kalt.

Das Haus, in dem sich das Museum Währungsreform 1948 befindet, hat keine Heizung. Lediglich mobile Heizgeräte sorgten bislang während der Öffnungszeiten des Museums mehr schlecht als recht für ein bisschen Wärme.

Bald wird es warm: Museumsleiter Bernd Niesel am Karton mit der neuen Heizungsanlage, die Anfang 2015 installiert werden soll.

Doch das soll sich nun ändern. Mithilfe von Spendengeldern hat der Verein Währungsreform 1948 eine neue Gasheizung angeschafft, die so schnell wie möglich in Betrieb gehen soll.

„Wir brauchen dringend eine Heizung, damit wir auch im Winter Führungen anbieten können“, erklärt Vorstandsmitglied Hans-Hermann Trost. Derzeit holt der Förderverein des Museums Angebote für die Installation der Anlage ein, die Kosten für den Einbau schätzt Museumsleiter Bernd Niesel auf 10 000 bis 20 000 Euro. Die notwendigen Gasleitungen wurden bereits im Zuge des Straßenausbaus bis zum Haus Posen verlegt. Ein Außenschornstein ist bestellt und soll dieser Tage angeliefert werden.

Als weiteres Projekt steht außerdem die Wasserversorgung auf dem Programm. Ein Brauchwassertank, in dem Regenwasser für die Toilettenspülung gesammelt werden kann, steht schon bereit. Doch es gibt kein Frischwasser im Haus. Wie Niesel erklärt, werden gerade die Leitungen überprüft. „Einen Teil der alten Leitungen können wir nutzen, manche müssen aber auch noch erneuert werden. Wir hoffen, dass spätestens im März die Heizung und der Wasseranschluss fertig sind.“

Sind diese Arbeiten erledigt, warten schon die nächsten Herausforderungen. Die einfach verglasten Fenster im Dachgeschoss, die noch aus den 30er-Jahren stammen, müssen ersetzt werden. Zudem will der Verein im kommenden Jahr eine eigene Website erstellen und sich so auch im Internet ausführlicher präsentieren.

Regelmäßig treffen sich immer wieder Mitglieder des Vereins zum freiwilligen Arbeitseinsatz, etwa um die Außenanlagen zu pflegen, kleinere Reparaturen zu erledigen und Ähnliches.

Eine Neuerung wird es ab Februar bei der regulären Öffnungszeit an jedem ersten Samstag im Monat geben (der Termin am 3. Januar entfällt). Sie verschiebt sich um eine Stunde nach vorn. Zu besichtigen ist das Museum dann von 13 bis 16 Uhr. In derselben Zeit können sich Besucher im Erdgeschoss des Gebäudes auch die Ausstellung zur Historie des Fliegerhorstes Rothwesten ansehen.

Der Grund für die Verschiebung ist die neue Busverbindung, die mit dem Fahrplanwechsel vom gestrigen Sonntag startete und Besucher bis zur Bushaltestelle Sonnenallee in der heutigen Fritz-Erler-Anlage bringt. Da der letzte Bus samstags um 15.47 Uhr zurückfährt, wurde die Öffnungszeit des Museums dem Busfahrplan angepasst.

„Gruppen können sich aber auch jederzeit melden und eine Führung zu anderen Zeiten vereinbaren“, betont Museumsleiter Niesel.

Von Meike Schilling

Informationen: Vereinsvorsitzender und Museumsleiter Bernd Niesel, Telefon: 05 61/ 8 20 24 42.

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