Neujahrsempfang in Fuldatal: Glücksklee für die Freiwilligen

Empfangskomitee: Seerosenkönigin Jill Meyer, Bürgermeister Karsten Schreiber, Stefanie Roß-Stabernack, Vorsitzende des Gemeindeparlaments, und das Hessentagspaar Andreas Richhardt und Rebecca Ross wünschten alles Gute zum Neuen Jahr. Foto: Dilling

Fuldatal. Sparsames Haushalten ist oberstes Ziel der Gemeinde Fuldatal im Neuen Jahr.

2016 wolle man keine neuen Schulden mehr machen, sagte Bürgermeister Karsten Schreiber (CDU) beim Neujahrsempfang mit 200 Gästen aus Politik, Vereinen, Wirtschaft, Kultur und Verwaltung im Fuldataler Forum.

Doch dieser Weg ist dornig. Muss die Gemeinde doch immer neue Aufgaben schultern und sich um immer mehr Flüchtlinge aus den Krisengebieten des Nahen Ostens kümmern. „Nächste Woche beginnen wir, mit den Asylbewerbern Sport zu machen. Das ist die richtige Antwort auf die Terroranschläge in Paris“, sagte er. Es gehe darum „aus Fremden Freunde zu machen“, sagte Stefanie Roß-Stabernack, Vorsitzende der Gemeindevertretung (SPD).

Damit das gelingt und auch viele weitere - eigentlich unbezahlbare - Angebote für die Bürger in Fuldatal aufrechterhalten werden können, braucht die Gemeinde das Engagement der Freiwilligen: Das Ehrenamt stand im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs, viele Freiwillige wurden für ihr Engagement ausgezeichnet (Hintergrund). Doch um den uneigennützigen Dienst für das Gemeinwohl sei es nicht so gut bestellt wie es sollte, meinte Schreiber. Viel zu häufig behindere das Diktat der Ökonomie den Freiwilligeneinsatz. „Wenn immer mehr Menschen in Bewerbungsschreiben lieber ihr Ehrenamt verschweigen, als es zu erwähnen, läuft etwas schief“, sagte der Bürgermeister. Da lobe er sich die alten Griechen, die den Dienst für das Gemeinwohl mit hohem gesellschaftlichem Ansehen verknüpft hätten.

Freiwilligendienst bedeute auch die Chance auf ein Stück Glück für alle in der Gemeinde, sagte Roß-Stabernack. Zur Ermunterung verteilte sie Glückskleesamen an die Gäste. Für die 2016 anstehende Kommunalwahl rührte sie schon mal die Werbetrommel für ehrenamtliches kommunalpolitisches Engagement. Auch die Bewerbung um ein politisches Ehrenamt könne „Glückshormone“ freisetzen.

Aufs Ehrenamt setzt ebenfalls Kassels Landrat Uwe Schmidt, der in Kürze gern wiedergewählt werden möchte. Freiwillige seien „Seele und Motor“ in Städten und Gemeinden. Auch Schmidt, dessen Mitbewerber Patrick Weilbach (CDU) im Publikum zuhörte, setzt wie Schreiber aufs Sparen. Allerdings darf es bei ihm nicht richtig wehtun. Freiwillige Leistungen seien schon knapp bemessen, „sozialen Kahlschlag“ werde er nicht zulassen.

Von Peter Dilling

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