Zwischen Wolfsanger und Stadtgrenze

Radfernweg R1 wird asphaltiert und verbreitert

Slalom um Schlammlöcher: Auf dem Abschnitt zwischen Wolfsanger und Simmershausen ist der Radfernweg R1 über weite Strecken in miserablem Zustand. Archivfoto:  Rogge-Richter

Kassel/Fuldatal. Der Radfernweg R1 entlang der Fulda ist zwischen Wolfsanger und Simmershausen eine unbefestigte Trasse, eng und voller Löcher. Das soll sich ändern.

Dem miserablen Zustand soll nun im nächsten Jahr abgeholfen werden – zumindest auf dem fünf Kilometer langen Teilstück zwischen dem Landhaus Meister und der Stadtgrenze kurz vor der Fuldaschleife bei Gut Kragenhof.

Für den Ausbau auf Kasseler Gebiet hat das Land Hessen jetzt einen Zuschuss in Höhe von 1,35 Millionen Euro bereitgestellt. Das sind gut zwei Drittel der Gesamtbaukosten, der Restbetrag ist im städtischen Haushalt eingeplant.

Mit dem Geld soll der Radwegeabschnitt durchgehend asphaltiert und auf drei Meter verbreitert werden. Bisher ist es dort immer wieder zu Konflikten mit Spaziergängern und Wanderern gekommen, weil Radfahrer häufig Slalom fahren müssen, um Hindernisse auf der Buckelpiste zu umkurven. Teilweise ist die Trasse nur gut einen Meter schmal.

Nach Angaben des Verkehrsministeriums sollen die Ausbauarbeiten voraussichtlich im März beginnen und bis Oktober abgeschlossen sein. Dann werde der vom Fahrradclub ADFC mit vier Sternen klassifizierte Fernradweg, der von der Rhön bis ans Dreiländereck nach Bad Karlshafen führt, „nun auch in und um Kassel diese Auszeichnung verdienen“, sagte Gernot Rönz, verkehrspolitischer Sprecher der grünen Rathausfraktion in Kassel. Rönz machte aufmerksam auf die Chancen für das Gastronomie- und Beherbergungsgewerbe, die mit dem bundesweit wachsenden Radtourismus verbunden seien.

Auch auf den drei folgenden Kilometern über Simmershausen und weiter bis Wahnhausen lässt der R1 teilweise stark zu wünschen übrig. Allgemein ist die 260 Kilometer lange Radtouristikroute gut ausgebaut und zu über 85 Prozent asphaltiert.

Die Gemeinde Fuldatal hofft schon seit Längerem auf eine Ausbauperspektive für den Abschnitt auf ihrem Gebiet. Für die finanziell klamme 12 000-Einwohner-Kommune ist es allerdings ungleich schwieriger als für die Nachbarn in Kassel, einen Eigenanteil für den Radweg-Ausbau aufzubringen.

Fuldatals Bürgermeister Karsten Schreiber schätzt die Gesamtkosten auf 580 000 bis 600 000 Euro. Er hofft, dass das Land davon 80 Prozent übernimmt. Unter diesen Umständen – und wenn der Landkreis Kassel wie zugesagt bei den Planungskosten hilft – könne der R1-Abschnitt nördlich von Kassel möglicherweise im Lauf des Jahres 2016 ausgebaut werden.

Von Axel Schwarz

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