Wie Passanten und Beamte die Situation einschätzen

Straßen-Umfrage zur Sicherheit bei der documenta: Das sagt die Polizei

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Auch an der Gesamtschule Fuldatal wird an allen Ecken auf den Beginn der documenta hingewiesen, so dass die Schüler eingeladen werden, dorthin zu kommen.

Für das Projekt "medien@schule" haben sich Neuntklässler der Gesamtschule Fuldatal zum Thema Sicherheit bei der documenta in Kassel recherchiert.

In Kassel sind wieder tausende von Besuchern anlässlich der documenta 14 unterwegs und kommen hierfür von weither. Dabei fragen sich viele Menschen: „Ist Kassel sicher vor Terroranschlägen?“ Was Menschen in Kassel denken, zeigt eine Umfrage in der Stadt.

Rita P. (33 Jahre) teilt diese Sorgen, denn sie selbst befand sich schon einmal in solch einer Situation, in der sie diese Bedrohung spürte. Verursacht wurde diese Angst durch zwei Männer, die einen schwarzen Koffer neben einem Ticketautomaten stehen ließen und sich entfernten. Sie befürchtet, dass es auch auf der documenta zu Anschlägen kommen kann. 

Andere Passanten äußerten sich ebenfalls kritisch zur Sicherheit auf der documenta. Linda (36 Jahre) hat diese Angst auch im Hinterkopf, lässt sich aber nicht von ihr beeinflussen und geht weiterhin in die Innenstadt, um auch zukünftig die documenta zu besuchen. 

Ein Rentnerehepaar aus Hofgeismar (80 Jahre) teilt Lindas Meinung und sagt: „Wenn man Terroranschläge fürchtet, kann man bald gar nicht mehr aus dem Haus gehen.“ Zwei ältere Bürger stimmen dieser Aussage zu und sagen: „Wir bewegen uns furchtlos durch Kassel.“ 

Auf die Frage, ob diese Angst berechtigt ist, erläutert Polizeihauptkommissar des Polizeipräsidium Nordhessen Jürgen Wolf: „Derzeit liegen noch keine konkreten Hinweise zu einer Gefährdung für die Besucher der documenta vor.“ Dennoch ist nach seiner Meinung nicht auszuschließen, dass Kassel ein Ziel von Anschlägen sein könnte. Die documenta könnte für Attentäter ein potenzieller Anschlagsort sein, da dort viele Menschen zusammen kommen. Hauptkommissar Wolf berichtet, dass die Polizei und andere Behörden alles tun werden um die Sicherheitslage zu verbessern. 

Hierzu erarbeitete die Polizei auch schon weit vor dem Eröffnungstermin spezielle Sicherheitskonzepte, welche immer wieder neu auf die aktuelle Lage angepasst werden können. Eine der Maßnahmen ist, dass Polizeibeamte ständig im kompletten Innenstadtbereich präsent sein werden. 

Zudem wird während der documenta 14 auf dem Friedrichsplatz eine zusätzliche Wache postiert. Hauptkommissar Wolf rät dazu, dass die Besucher aufmerksam sein sollten und verdächtige Beobachtungen umgehend der Polizei zu melden. Denn eine absolute Sicherheit kann und wird es nicht geben. 

Letztendlich schließt er sich der Meinung der befragten Passanten an und sagt: „Man sollte sich nicht davon abhalten lassen, die documenta zu besuchen und man sollte es genießen!“ 

Von Hannah Schmidtke, Paula und Julia Eckel, Kira Kamenik

Anmerkung: 268 Acht-, Neunt- und Zehntklässler haben im Rahmen des Projektes „medien@schule“ Artikel, Fotos und eine Snapchat-Story für HNA.de erstellt. Das Projekt von Hessischer Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) und der HNA findet im Rahmen von „Medien machen Schule“ statt. Es soll zeigen, wie neue Medien und soziale Netzwerke wie Facebook, Youtube, Twitter und Instagram funktionieren. Hier finden Sie weitere Artikel, die während des Projekts entstanden sind.

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