Hier ist Spielen verboten

Wegen Baumängel: Sechs Spielplätze in Fuldatal gesperrt - weitere können folgen 

+
Hier geht zurzeit gar nichts mehr: Der Spielplatz Am Höheweg 13 in Ihringshausen ist einer von sechs Spielplätzen in Fuldatal, die derzeit wegen Baumängel gesperrt sind. 

Fuldatal. Wegen Baumängel sind derzeit sechs Kinderspielplätze in Fuldatal gesperrt. Weitere könnten folgen. 

Ein milder Winter hat auch Vorteile. Wenn die Rodelstrecken die meiste Zeit grün bleiben, können Kinder zumindest auf den Spielplatz um die Ecke. Denkt man. Doch in Fuldatal ist das in diesem Jahr ein Problem. „Im Moment sind sechs Spielplätze der Gemeinde gesperrt“, sagt Bürgermeister Karsten Schreiber (CDU).

Der Grund: Die monatliche Sicht- und Funktionsprüfung hat ergeben, dass die Spielgeräte nicht sicher sind. Die meisten Spielplätze der Gemeinde wurden in den 1970er- und 1980er-Jahren gebaut. Wippen, Sandkästen, Rutschen und Klettergerüste – für fast alles wurde damals Holz als Baustoff benutzt. Danach wurde jahrzehntelang nichts an den Spielplätzen gemacht, sie wurden kaum bis schlecht unterhalten. Vor allem aus finanzieller Not heraus hätten seine Vorgänger nur das Nötigste reparieren können, sagt Schreiber. „Es gab wenig Möglichkeiten, etwas zu tun, und nun haben wir das Problem an der Backe.“

Holz fault

Konkret heißt das: Das damals verbaute Holz fault und ein Spielplatz nach dem anderen fällt derzeit aus. In Knickhagen zum Beispiel gibt es nur einen Spielplatz, und der musste jetzt aus Sicherheitsgründen geschlossen werden.

Der Plan sei gewesen, sagt Schreiber, alle Spielplätze nach und nach zu sanieren. „Aber jetzt fallen gleich sechs gleichzeitig aus.“ Für die Sanierung eines Spielplatzes mit Rutsche, Schaukel, Schwebebalken, Sandkasten, Kletterturm und anderen Geräten, rechnet die Verwaltung mit etwa 50 000 Euro Kosten. Denn die alten Geräte müssen ausgebaggert, neue Fundamente betoniert werden, außerdem ist Fallschutz notwendig und vieles mehr. „Das ist ein sehr komplexes Thema“, sagt der Bürgermeister.

Im vergangenen Herbst hat die Gemeindevertretung 125 000 Euro – aufgeteilt in fünf Mal 25 000 Euro – bereitgestellt, damit jede Kindertagesstätte in der Gemeinde einen Spielbereich für die Kinder unter drei Jahren bekommt. Für die drei Kitas in Wilhelmshausen und Ihringshausen wurden die Geräte bereits geliefert, spielen können die Kinder hier aber trotzdem noch nicht.

Ein Grund ist, dass der vergangene Sommer schon sehr feucht war und nun auch der Winter vor allem nass ist. Das erschwert den Mitarbeitern des Bauhofs die Arbeit, da zum Beispiel das schwere Gerät, das zum Bau benötigt wird, auf den feuchten Böden einsinkt. In Wilhelmshausen soll aber in dieser Woche mit den Arbeiten begonnen werden. Zudem sind die Mitarbeiter des Bauhofs nun schon seit Wochen damit beschäftigt, die Schäden, die Orkan Friederike in Fuldatal angerichtet hat, zu beheben. „Teilweise sind ganze Gemeindewälder platt“, sagt Schreiber.

Kitas kommen zuerst

Die Verwaltung steht nun vor einem Problem. „Natürlich ist die Erwartungshaltung bei den Eltern sehr hoch“, sagt der Bürgermeister, „und die Enttäuschung bei den Kindern ist auch riesig.“ Er hofft auf besseres Wetter.

Zuallererst sollen nun schnellstmöglich die Spielbereiche in den Kitas fertiggestellt werden und danach die Spielplätze sukzessive auf den neuesten Stand gebracht werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.