Flasche kostet zwölf Euro

Seerosenlikör aus Fuldatal: Jede Flasche ist ein Unikat

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Arbeitet auch gern künstlerisch: Desiree Czap aus Knickhagen hat die Etiketten für ihren neuen Seerosenlikör aus einem Aquarell hergestellt, das sie gemalt und zugeschnitten hat.

Fuldatal. Desiree Czap aus Fuldatal produziert ihren eigenen Seerosenlikör und Gin aus Seerosen. Die Etiketten gestaltet die 26-Jährige selbst.

In der Zeit von 2010 bis 2012 repräsentierte Desiree Czap aus Knickhagen den Seerosengarten in Fuldatal-Rothwesten als Deutsche Seerosenkönigin. Während der Zusammenarbeit mit dem Seerosen-Experten Herbert Bollerhey entstand die Idee, Blüten zu Gastgeschenken zu verarbeiten.

Vor zweieinhalb Jahren fragte Desiree Czap Herbert Bollerhey (72), ob sie das Projekt komplett übernehmen könnte. „Er hat mich immer unterstützt“, sagt sie. Seitdem produziert die 26-Jährige, die in Marburg Jura studiert und sich derzeit auf ihr erstes Staatsexamen vorbereitet, in ihrem Elternhaus mit Unterstützung der ganzen Familie eigenen Seerosenlikör und Gin aus Seerosen.

„Das ist mein kreativer Ausgleich“, erläutert sie. Erstmals kombiniert sie nun eine künstlerische Aktion mit ihren Produkten. Mit Aquarellstiften schuf sie ein Kunstwerk, das einen Teich der Hoffnung und der Wünsche zeigt. Sie stellte es nicht wie üblich mit dem nassen Pinsel fertig, sondern mit einem Seerosenstiel, den sie in Wasser tauchte. Das Aquarell teilte sie in 64 Teile, die ihr als Etiketten für 64 kleine Flaschen Seerosenlikör dienen.

Das ganze Kunstwerk: Aus dem Aquarell entstanden 64 Teile, sie zieren nun 64 kleine Flaschen Seerosenlikör.

„So wird mein regionales Produkt einzigartig, jeder kann Teil des Ganzen sein“, sagt Desiree Czap über ihre „Schnapsidee“, wie sie die Aktion gern bezeichnet. Zu jeder Flasche, die zwölf Euro kostet, will sie ein kleines Zertifikat ausgeben.

Die Blüten für ihren Likör und Gin erwirbt Desiree Czap im Sichtungsgarten der Gesellschaft der Wassergartenfreunde bei Herbert Bollerhey. „Ich finde es sehr schade, dass der Garten schließt“, bedauert sie. „Die Seerosenblüten muss ich dann anderweitig beziehen“, sagt sie.

Beim Seerosenfestival, das am 22. und 23. Juli in Rothwesten letztmalig stattfinden wird, will die 26-Jährige ihren Likör und den neuen Seerosen-Gin mit Wacholder vorstellen. Für ihre Kunstaktion hat sie dem Seerosenlikör eine Hibiskus-Note verliehen. „Die Blüten harmonieren sehr gut“, sagt sie.

Der Markenname „Dero Drinks“, den sie für ihr Kleingewerbe eintragen ließ, bezieht sich auf die höfliche Anrede „Dero (Euer) Gnaden“, steht aber auch für die ersten Buchstaben ihres Vornamens Desiree und das „r“ und das „o“ aus dem Wort „Seerose“.

Hintergrund: Vom Longdrink zur Schorle

Der Dero Seerosenlikör wird von Desiree Czap aus Blüten verschiedener Seerosensorten gewonnen, beim Gin kommen Wacholderbeeren hinzu. Der Alkoholgehalt beträgt 25 Prozent vol. (Likör) und 40 Prozent vol. (Gin), beides sind Naturprodukte ohne Geschmacksverstärker. In einen Longdrink kommen 2 cl Seerosenlikör, 180 ml milder Prosecco, Eiswürfel und gefrorene Beeren. Sehr erfrischend ist auch ein Glas Schorle aus 2 cl Seerosenlikör (Inhalt eines Schnapsglases), der mit 150 ml gekühltem Tonic Water aufgefüllt wird. Weitere Rezepte gibt es auf der Internetseite. 

Kontakt: Dero Drinks, Gin- und Likörmanufaktur, Fuldatal-Knickhagen, Tel. 01575/529 89 62

Infos: www.dero-drinks.de 

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