Kampf für die Interessen der Bürger

Sie sorgen für Gleichberechtigung

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Fuldatal. Susanne Kaeseler ist neue Gleichstellungs- und Frauenbeauftragte der Gemeinde Fuldatal. Das heißt für sie: Kämpfen für die Chancengleichheit. 

Die 42-Jährige übernimmt die Aufgabe von Brigitte Weiß, die 18 Jahre Frauenbeauftragte war und sich Ende Dezember in den Ruhestand verabschiedet hat. Kaeseler will in erster Linie die Arbeit ihrer Vorgängerin fortführen, bringt aber auch eigene Ideen mit, die sie in den kommenden sechs Jahren umsetzen möchte.

„Mein Leitprinzip ist die Chancengleichheit – für Frauen und Männer“, betont Kaeseler, die bis 2023 für ihren Posten bestellt ist, wie es im Amtsdeutsch offiziell heißt. Deshalb nenne sie sich nicht nur wie ihre Vorgängerin Frauen-, sondern auch Gleichstellungsbeauftragte.

Vertrauen erarbeiten

Brigitte Weiß

Zwar seien es große Fußstapfen, die Weiß mit ihrer jahrelangen Arbeit hinterlassen habe, „aber ich nehme die Herausforderung, mir das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger zu erarbeiten, gerne an“, sagt Kaeseler, die schon seit 25 Jahren für die Gemeinde hauptamtlich tätig ist und in Fuldatal lebt.

Am Herzen liegt ihr vor allem, die von Weiß eingeführte Tradition fortzuführen, für den internationalen Frauentag eine kulturelle Veranstaltung zu organisieren. Ebenfalls beibehalten werden soll das Projekt „Leihoma/-opa“ mit dem Nachbarschaftsverein.

Neuer Raum im Rathaus

Darüber hinaus setzt sie sich für die Schaffung eines Eltern-Kind-Raumes im Rathaus ein, plant ein Fahrsicherheitstraining für Motorrad fahrende Frauen und will sich für mehr Frauen in Führungspositionen einsetzen.

Heike Woltschinsky

Zwar seien gut 100 der insgesamt 170 Gemeinde-Mitarbeiter weiblich. „Eine Quote von 60 Prozent liest sich aus Sicht der Frauen natürlich prima“, sagt sie . Allerdings dürfe man nicht vergessen, dass Fuldatal im Bereich der Kindererziehung fast nur weibliche Mitarbeiter beschäftigt. „Vor allem in der Führungsriege im Rathaus ist für entsprechend qualifizierte Frauen noch Luft nach oben“, sagt Kaeseler, die von der Gemeinde wöchentlich 19,5 Stunden Zeit bekommt, ihren Aufgaben als Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte nachzukommen.

Sie ist zudem Ansprechpartnerin für Menschen, die zu Hause Probleme haben, etwa alleinerziehende Mütter, die sich von ihrem Partner getrennt haben und Hilfe benötigen.

Unterstützt wird sie von ihrer ebenfalls neuen Stellvertreterin Manja Kolata (34). Sie ist die Nachfolgerin von Heike Woltschinsky. Kolata, verheiratete Mutter von zwei Kindern (14 und 9 Jahre), bekam während des Abiturs ihr erstes Kind, das zweite in der Ausbildung. „Ich weiß also aus eigener Erfahrung, was es bedeutet, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen“, sagt sie.

Offene Sprechstunde

Die Gleichstellungs- und Frauenbeauftragte lädt immer mittwochs von 13.30 bis 15 Uhr zu einer offenen Sprechstunde ins Rathaus, Raum 203, ein. Kontakt: Tel. 05 61 /9 81 81 19, E-Mail: frauenbeauftragte@fuldatal.de

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