Simmershäuser Elternvertreter kritisieren Kita-Ferien

Unzufrieden: Die Elternbeiräte der Kindertagesstätte Simmershausen Sandra Haase (hinten von links), Lena Lieberknecht, Christina Scheele, Nina Pittner mit Sina und Katrin Papke mit den Kindern Madita (vorn von links), Leonard und Carlotta kritisieren besonders die festen Schließungswochen der Kitas. Foto: Schräer

Fuldatal. Seit Monaten wird in Fuldatal über die Kinderbetreuung in den Einrichtungen der Gemeinde diskutiert, die neu geregelt werden soll.

Am Mittwochabend will das Parlament im dritten Anlauf über neue Gebühren und Betreuungszeiten entscheiden. Zuvor melden sich aber Elternbeiräte der Kita Simmershausen zu Wort und üben Kritik an den Änderungen.

Dass die Gebühren angehoben werden und die Eltern künftig zwölf statt bisher elf Monate zahlen sollen, könne man noch akzeptieren, sagt Katrin Papke. Dass aber bei Schließung der Kita im Sommer eine Betreuung in anderer Einrichtung zusätzlich bezahlt werden soll, sei der Belastung zu viel.

Auch die festen Schließungszeiten der Kitas seien für die Familien problematisch. So sollen nach den neuesten Plänen alle Kitas in der Karwoche der Osterferien sowie zwischen Weihnachten und Neujahr schließen. Hinzu kommen zwei Wochen in den Sommerferien. Keine Kita zu Ostern und im Sommer sei für die Eltern „ein klarer Rückschritt“, betonte Sandra Haase. Für viele Eltern sei die Betreuung ihrer Kinder im Sommer ganz schwierig, wenn sich beispielsweise der auch mit dem Arbeitgeber festgelegte Sommerurlaub nicht mit der Kita-Schließung decke.

Durch die strikte Regelung für die Kitas gehe den Familien ein Stück Flexibilität bei der Planung der begrenzten Urlaubstage verloren, unterstrich Papke. Schließlich müssten zum Beispiel auch Krankheitstage der Kinder abgedeckt werden und nicht jeder habe 30 und mehr Tage Urlaub.

Die Pläne verteidigte Bürgermeister Karsten Schreiber (CDU) gegenüber den Elternvertretern aus Simmershausen. So seien die Ostertage als Fortbildung für das gesamte Kita-Team gedacht. Und dann brauche man Tage für Sanierungsarbeiten an den Kita-Gebäuden und zur Pflege der Außenflächen. Dies gehe nur im Sommer und nicht bei laufendem Betrieb. Gesprächsbereit zeigte sich Schreiber beim Thema Fortbildung. Diese könne auch aufgeteilt auf jeweils drei Kitas in den Oster- und Herbstferien erfolgen, damit eine Betreuung möglich sei. (mic)

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