Singen in schöner Landschaft

Neuer Liederwanderweg von Ihringshausen nach Simmershausen

Errichteten das Echo-Eck am Endpunkt des Liederwanderweges: Erhard Eberhardt (von links), Heinrich Schönewald, Erhard Heibeck, Robert Klapp, Steinmetz Holger Maschke und Erwin Sedlazek (nicht auf dem Bild Herbert Rühl). Foto: privat / nh

Fuldatal. Ein Anfang ist gemacht. In Fuldatal wird Wanderern eine Strecke von Ihringshausen nach Simmershausen angeboten, auf der sie sich bewegen, die Landschaft genießen und an sechs Stationen nach Herzenslust singen können. Die Idee zu diesem Liederwanderweg hatte der Simmershäuser Gastronom Heinrich Schönewald.

Der wünscht sich, „dass die Aktion fortgesetzt wird“. Dass an „weiteren schönen Aussichtspunkten mit Bänken Schaukästen mit Volksliedern aufgestellt werden“. Auch um „die weit verstreuten Ortsteile durch ein grünes Band der Melodien“ miteinander zu verbinden. Daran könnten zum Beispiel die Gesangvereine mitwirken. „Ich kann das in meinem Alter nicht mehr machen“, sagt der 74-Jährige.

Dessen Initiative hatte ihren Ursprung vor zwei Jahren. An einem schönen Tag ging Schönewald mit seinem Appenzeller Hütehund Samy spazieren. Am Wasserwerk westlich von Simmershausen wollte er Samy zu sich rufen und hörte ein Echo, verursacht durch die Bauweise des Wasserwerks.

Mit dem Simmershäuser Echo ließ sich doch was machen, so die Idee Schönewalds. Als er dann in der HNA las, dass der Kasseler Bärenreiter-Verlag eine Sammlung der 50 schönsten Wanderlieder herausbrachte, nahm Idee des Liederwanderwegs Gestalt an. Um jetzt endlich umgesetzt zu werden.

Die Natur genießen: Diesen herrlichen Blick in die Landschaft Richtung Rothwesten hat man an der Station Echo-Eck. Für das Echo sorgt übrigens das Wasserwerk (links). Im Schaukasten sind Noten und Texte der Lieder „Wenn alle Brünnlein fließen“, „Wenn ich ein Vöglein wär“ und „Im schönsten Wiesengrund“. Foto: Schräer

An einer Bank unter einer alten Eiche in der Fortsetzung der Friedhofstraße in Ihringshausen ist die erste Station, einer von zwei Liedvorschlägen dort: „Die Gedanken sind frei“. Weiter geht es über Feldwege bis zum Wasserwerk in Simmershausen, wo drei Volkslieder mit Noten und allen Strophen in einem ausgedienten Fahrplankasten wettergeschützt aufgeführt sind.

An dieser Station bauten Schönewald und einige Simmershäuser zwei rustikale Bänke und vergruben eine Kiste mit einer HNA, die von einer Platte aus Wesersandstein abgedeckt ist. Echo-Eck ist in diese eingraviert und 2012, das Jahr, in dem Schönewald die Besonderheit entdeckte.

„Eine tolle Idee“ sei der Pfad der Lieder, findet Bürgermeister Karsten Schreiber (CDU). Und: „Wir sind dankbar für Menschen wie Heinrich Schönewald, die durch Initiative unseren Ort aufwerten.“ Schon jetzt sei der Liederwanderweg eine schöne Tour und auch ohne Auto zu absolvieren. Ab Bahnhof Ihringshausen bis zum Gasthaus Schönewald mit Bushaltestelle seien es fünf Kilometer, sagt Schreiber.

Von Michael Schräer

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