Sporthalle Eichhecke in Ihringshausen ist Sanierungsfall

Eingeschränkte Nutzung: Wegen defekter Trennvorhänge sind die drei Felder der Sporthalle nicht parallel zu nutzen, sagt Gerhard Preßler von der Gemeinde. Die Steuerknöpfe sind abgeklebt (kleines Foto). Fotos: Schräer

Fuldatal. Die Sporthalle auf der Eichhecke in Ihringshausen ist ein Problemfall. Dies ist seit Jahren bekannt. Bereits 2007 begann die Gemeinde mit der Sanierung von Teilbereichen.

Nur blieb es bislang bei Stückwerk, denn nach Schadstofffunden in der Sporthalle in Rothwesten hatte diese Vorrang. Das vorhandene Geld wurde umgeschichtet.

Die Rothwestener Sportstätte ist inzwischen komplett saniert, jetzt rückt die Halle in Ihringshausen wieder in den Fokus. Und dies auch aus aktuellem Anlass. Denn die beiden Vorhänge, mit denen sich die drei Felder trennen lassen, sind defekt, wie Gerhard Preßler von der Verwaltung sagt.

Die beiden Antriebsmotoren und die Fangvorrichtung müssten erneuert werden, habe eine Fachfirma festgestellt, voraussichtliche Kosten: 9000 Euro. Im Ergebnishaushalt, aus dem die Reparatur bezahlt werden müsste, „ist das Geld aber nicht vorhanden“, betont Bürgermeister Karsten Schreiber (CDU).

Geld für Investitionen hat die Schutzschirm-Kommune aber noch. So gab man bei der Sanierung der Rothwestener Halle über 200 000 Euro weniger aus als gedacht. Daher sei die Frage, ob man in der Halle Eichhecke nicht gleich neue Trennvorhänge anschaffe, die allerdings ein Mehrfaches kosteten. Entsprechende Angebote hole man gerade ein, um dann zu klären, welches Vorgehen das wirtschaftlichste sei, sagt der Bürgermeister.

Überhaupt sollen jetzt Nägel mit Köpfen gemacht werden. So wurde ein Ingenieurbüro beauftragt, einen Sanierungsfahrplan zu erstellen. Denn das Flachdach ist in Teilen undicht, die Hallendecke muss erneuert und die Schadstoffe (künstliche Mineralfaser) zwischen Decke und Dach müssen entsorgt werden. Auch der Hallenboden und die Außendämmung seien Baustellen, meint Preßler. So seien zwar die Fenster 2010 im Rahmen des Konjunkturprogrammes ausgetauscht worden, an den Betonpfeilern aber nichts geschehen. Folge: Dort gebe es Kältebrücken, schlage sich Feuchtigkeit am Beton ab.

Aber zurück zu fehlenden Trennwänden. Dies führt derzeit zu Problemen bei der Hallennutzung. So verzichtet die Kita Tanzplatz derzeit auf ihre Stunden parallel zum Schulsport wie am gestrigen Dienstag. Bei Ballspielen und wenn die Schüler und Kinder rumlaufen, könnten diese zusammenstoßen. „Zu gefährlich“, meint Sportlehrer Johann Semenkin, der mit seinem Jahrgang acht gestern Volleyball spielte. Wenn verschiedene Klassenstufen die Halle gemeinsam nutzen, könne ohne Abtrennungen oft kein regulärer Unterricht mit unterschiedlichen Sportarten stattfinden. Dies sei aber nötig, „wir müssen den Schülern ja auch Noten geben“, meint Semenkin.

Sollte das Provisorium länger dauern, hoffen die Lehrer der Gesamtschule auf die Sporthalle der Grundschule ausweichen zu können. Auf diese Möglichkeit hatte der Bürgermeister hingewiesen.

Von Michael Schräer

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