Neue Einheit soll bei terroristischen Anschlägen eingreifen

Standort Fuldatal ist nicht die erste Wahl für eine Anti-Terror-Einheit

Fuldatal nach wie vor im Rennen: Die Anti-Terror-Einheit soll an die Bundesbereitschaftspolizei angegliedert werden und bei Anschlägen zielgerichtet zum Einsatz kommen. Für die Stationierung einer Teileinheit in Fuldatal spricht, dass es dort eine Fliegerstaffel (Bild) gibt – eine wichtige Voraussetzung für den schnellen und flexiblen Einsatz von Beweissicherungs- und Festnahmekräften per Hubschrauber. Foto: Shuhaiber

Fuldatal. Die Spekulationen um die Stationierung einer neuen Anti-Terror-Einheit der Bundespolizei in Fuldatal-Ihringshausen gehen weiter.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Ulrike Gottschalck aus Niestetal teilte mit, dass der Standort Fuldatal-Ihringshausen nach wie vor geprüft werde. Das geht aus einer Anfrage Gottschalcks an das Bundesinnenministerium hervor.

Anfang August hatte das Ministerium bestätigt, dass eine erste Teileinheit Ende 2015 im brandenburgischen Blumberg aufgestellt und ausgerüstet sein soll. Die neue Einheit solle mit 250 Beamten zielgerichtet bei terroristischen Anschlägen zum Einsatz kommen. Wo sie aber letztlich stationiert wird, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar.

Inzwischen zeigt sich jedoch, dass das Bundesinnenministerium Interesse daran hat, die neu gebildeten Einsatzeinheiten zunächst an die fünf bestehenden Beweissicherungs- und Festnahmehundertschaften der Bundespolizei in Sankt Augustin (Nordrhein-Westfalen), Hünfeld (Hessen), Bayreuth (Bayern), Uelzen (Niedersachsen) und Blumberg (Brandenburg) anzugliedern. Zumindest werde das aktuell geprüft, heißt es in dem Schreiben des Innenministeriums an Gottschalck.

Der Standort Fuldatal sei damit aber noch nicht aus dem Rennen. Weil sich die Prüfung noch im Anfangsstadium befände, stünde auch Fuldatal nach wie vor zur Debatte.

So sei die „abschließende Entscheidung zu den Standorten der Einsatzeinheiten und möglichen Folgewirkungen“ noch nicht gefallen.

Sicher ist indes, dass im osthessischen Hünfeld rund 50 Einsatzkräfte als Teil einer neuen Anti-Terror-Einheit der Bundespolizei stationiert werden. Dies hat der Bundespolizei-Chef, Dieter Romann, bestätigt, wie der Fuldaer Bundestagsabgeordnete Michael Brand (CDU) mitteilte. Insgesamt soll die Einheit 250 Polizisten umfassen.

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