Akku-Ladung reicht für 58 Kilometer

Elektroroller sind im Trend – Fuldataler will sie in der Region populär machen

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Braucht eigentlich kein Auto mehr: Sven Schicht aus Fuldatal-Ihringshausen ist ein Fan von Elektrorollern und verkauft Exemplare der chinesischen Marke Niu.  

Fuldatal. Schon beim Auspacken merkte Sven Schicht, dass er sich hier im Internet was ganz Besonderes gekauft hatte. Es war ein Niu-E-Roller.

Es war sozusagen Liebe auf den ersten Blick, als er im September 2017 seinen Niu-E-Roller aus dem Paket holte. „Da passt einfach alles zusammen“, schwärmt der 35-jährige Kasseler. 

Seither will er eigentlich nichts anderes mehr fahren. Sein Auto fährt Sven Schicht kaum noch. „Nur, wenn ich größere Sachen transportieren muss.“ Ansonsten sitzt er auf seinem Elektro-Roller, der so leise schnurrt, dass man ihn kaum hört. Sein neues Gefährt begeisterte ihn gleich so sehr, dass der gelernte Transport- und Logistik Manager beschloss, die chinesischen Roller selbst zu verkaufen.

Seit Ostern betreibt er in Simmershausen seine Firma Volts Angels im Fahrzeughaus Seeger und vertreibt dort die Niu-Elektro-Roller. Die erste Lieferung von fünf Fahrzeugen kam am 18. März. Vier der Roller sind bereits verkauft und 20 weitere schon bestellt und müssen nur noch ausgeliefert werden. „Ich bin selbst überrascht, dass es so gut angelaufen ist“, sagt Schicht.

Fuldatal war für ihn der perfekte Standort für seine Geschäftsidee, weil er hier mit Walter Seeger einen Mitstreiter für sein Projekt fand. Seeger führt dort eine Kfz-Meister-Werkstatt und war sofort begeistert von der Idee. „Ich habe es ihm vorgestellt, er hat sich draufgesetzt und gesagt: „Das ist es“, erzählt Schicht. Ihm war es wichtig, die Roller nicht nur zu vertreiben, sondern seinen Kunden auch einen Komplettservice anbieten zu können. „Dieser Roller ist ein ganz neues, erklärungsbedürftiges Produkt“, sagt Schicht. „Da muss jemand vor Ort sein, der sich damit auskennt und auch dahinter steht.“

Von dem Produkt, das er verkauft, ist Sven Schicht einhundert Prozent überzeugt. Der Elektroroller sei eigentlich wartungsfrei, sagt Schicht. „Die kommen ein Mal im Jahr in die Inspektion“, sagt er. Wenn überhaupt müssten dann nur Schrauben nachgezogen oder ein Software-Update aufgespielt werden. Eine Akku-Ladung reiche für bis zu 58 Kilometer.

„Im Sommer etwas mehr, im Winter etwas weniger.“ Außerdem sei der Roller extrem kostengünstig. „Man rechnet einen Cent pro laufendem Kilometer“, erklärt Schicht. Eine Akku-Ladung koste also etwa 50 Cent. Der Akku lässt sich mit zwei Handgriffen aus dem Fußraum ausbauen. „Der wiegt zehn Kilo und man kann ihn einfach mitnehmen und zu Hause bequem aufladen“, sagt Schicht.

Eine App für den Roller gibt es auch. Die zeigt zum Beispiel an, für wie viele Kilometer die Batterie noch reicht. Außerdem hat die App auch eine Diebstahl-Warnanlage installiert, die per Fernbedienung anzeigt, ob sich jemand am Roller zu schaffen macht.

Ob Regen oder Schnee, Sven Schicht schwört auf seinen Roller. „Es kann ja nichts einfrieren.“ Er will auf jeden Fall weitermachen und die Elektroroller vertreiben. „Das ist eine zwingende Angelegenheit.“

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