Reitsportveranstaltung mit Spring- und Dressurprüfungen

Gut Eichenberg: Turnier soll an frühere Zeiten anknüpfen

Haben Spaß beim Streichen der Hindernisse: (von links) Alina Schmidt-Ott, Julia Meyfarth und Babette Nummer sowie Hofhund Sarah. Foto: S. Seidenfaden

Fuldatal. Einst war Gut Eichenberg nahe Fuldatal ein lebhaftes Reitsportzentrum, jetzt ist es ruhig geworden auf den Anlagen. Gutsbesitzer Peter Grollich möchte das ändern und plant ein großes Turnier.

Am Halleneingang steht „Landesleistungszentrum Hessen-Nord“, doch die Zeiten, als Gut Eichenberg ein lebhaftes Reitsportzentrum von überregionaler Bedeutung war, sind mehr als 20 Jahre her. Wenn es nach Gutsbesitzer Peter Grollich und den Mitgliedern des angegliederten Pferdesportvereines (PSV) Gut Eichenberg-Fuldatal geht, wird der Dornröschenschlaf nun beendet.

„Wir planen ein großes Reitturnier, das an frühere Zeiten anknüpfen soll“, erklärt Grollich. Die Ausschreibung dafür ist veröffentlicht, namhafte Reiter aus der Region sollen ihr Kommen zugesagt haben. Am Wochenende vom 17. bis 19. Oktober erwartet Reitsportfreunde ein Turnier mit Springprüfungen bis zur Klasse S und Dressurprüfungen bis zur Klasse M mit einer Kür.

Bereits seit Wochen laufen die Vorbereitungen auf vollen Touren. Vereinsmitglieder streichen Hindernisse und den Halleneingang, pflegen die Außenanlage oder bereiten den Raum für die Meldestelle vor. „Wir sind wenige“, sagt PSV-Vorsitzende Nicole Klimt-Persch, „aber die, die das wollen, ziehen voll mit.“

Pensionspferde: Der Hannoveraner Desegamo wird von Mitarbeiter Daniel Wolschon in das Auslauf-Rondell gebracht. Foto: Schräer

Um für das Reitturnier optimale Bedingungen zu schaffen, greift Grollich tief in die Tasche. Gemeinsam mit Stefan Lüpke, der auf der Anlage ein Doppellongen-Zentrum eröffnet hat, informierte er sich in Sachen Reitboden. Denn der Belag in den beiden Hallen muss dringend erneuert werden.

Jetzt rollen Laster an und bringen 120 Tonnen frischen Sand, der auf eine bestimmte Art und Weise auf den bestehenden Boden aufgetragen und mit ihm vermischt wird.

So wie eine Schneeflocke noch keinen Winter macht, sorgt ein einziges Turnier nicht für Leben in einer Reitanlage. „Hier haben sich früher internationale Reiter wie Heinrich-Wilhelm Johannsmann und Thomas Frühmann die Klinke in die Hand gegeben“, erinnert sich Lüpke. Auch wenn man da nicht mehr hinkomme, sollten doch regelmäßig Lehrgänge und Veranstaltungen Einstaller und Reiter aus der Region anziehen.

Neuer Hallenboden: Mit einem Spezialgerät vor einer Miniraupe verteilt Peter Grollich den Sand zu einer ebenen Fläche. Foto: Schräer

Spätestens ab November sorgen die Pferde der bekannten Veranstaltung „Appassionata“ für ein außergewöhnliches Ambiente. Bis zum kommenden Frühjahr werden sie auf Gut Eichenberg eingestallt und trainiert.

Dennoch gebe es genug Möglichkeiten für Einstaller, ihre Pferde unterzubringen und zu arbeiten. Grollich, der vor zehn Jahren das damals ziemlich heruntergekommene Gut übernahm, hat in der Zwischenzeit die Stallungen mit damals einfachen Gitterboxen zu pferdefreundlichen Fenster- oder Paddockboxen ausgebaut. Für eine gute Auslastung würde er gern wieder einen Reitlehrer mit Schulpferden auf Gut Eichenberg haben.

Die Beteiligten wissen, dass es nicht der Prinz auf dem Schimmel ist, der Gut Eichenberg aus dem Dornröschenschlaf küsst, sondern viele Aktionen. „Wir bleiben am Ball“, versprechen sie.

Von Susanne Seidenfaden

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