Gemeinde investiert 3,6 Millionen Euro

Veckerhagener Straße in Fuldatal ist ab Mai Baustelle

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Veckerhagener Straße: Die wichtige Ortsdurchfahrt und Einkaufsstraße wird ab Dienstag, 2. Mai, zur Großbaustelle. In fünf Bauabschnitten werden voraussichtlich bis 2018 unter anderem die Fahrbahndecke sowie Kanäle erneuert. 

Fuldatal. Seit zehn Jahren läuft die Planung für den Umbau und die Sanierung der Veckerhagener Straße in Ihringshausen. Jetzt geht es endlich los.

Am Dienstag, 2. Mai, beginnen die Bauarbeiten zwischen der Rathaus-Kreuzung und der Friedhofstraße im ersten Bauabschnitt.

Zeitgleich wird die Straße am anderen Ende im Bereich Hasenstock in Angriff genommen (5. Bauabschnitt). Das teilte Bürgermeister Karsten Schreiber (CDU) während einer Anliegerversammlung mit weit mehr als 100 Besuchern im Fuldataler Forum mit.

Die Kosten für das Bauprojekt der ein Kilometer langen Ortsdurchfahrt werden nach dem Ausschreibungsergebnis wohl deutlich günstiger als erwartet ausfallen. Sie betragen voraussichtlich 3,6 Millionen Euro. Es waren früher schon mal mehr als fünf Millionen im Gespräch.

Aufmerksame Zuhörer: Weit mehr als 100 Besucher informierten sich bei der Anliegerversammlung über den Umbau der Veckerhagener Straße. 

Für die Anlieger dürfte das nur ein schwacher Trost sein. Denn mutmaßlich kommen auf viele Grundstückseigentümer Kosten im deutlich fünfstelligen Bereich zu, obwohl die Gemeinde das Projekt wegen der Entscheidung des Landes, die Arbeiten nur mit 50 statt mit 75 Prozent zu fördern, kräftig abgespeckt hatte.

Fahrbahn wird erneuert

Der für extrem schwere Fahrzeuge ausgelegte Fahrbahnunterbau soll nun erhalten bleiben, neue Kanäle und Leitungen sollen nun unterirdisch verlegt werden. Nur die oberste Fahrbahnschicht wird erneuert. Man beschränke sich auf das, was notwendig sei und verzichte auf Wünschenswertes, sagte Schreiber.

Helmut Arend wollte vom Bürgermeister wissen: „Wie viele Prozent der Kosten kommen auf die Anlieger zu?“ Das könne er momentan noch nicht sagen, antwortete der Verwaltungschef. Es gehe um ein kompliziertes Berechnungsverfahren, bei dem man sich der Hilfe einer Fachfirma bediene. Im Oktober würden die Vorauszahlungsbescheide versandt. Sie würden noch dieses Jahr fällig.

Das ist der Plan: Die Bauarbeiten sind in fünf Bauabschnitte unterteilt. 

Kaum kritische Stimmen

Konkrete Zahlen nannte Reiner Franke vom Kasseler Ingenieurbüro Hesse und Partner: Allein für die Erneuerung oder Sanierung der Abwasseranlagen im Anschlussbereich des öffentlichen Netzes würden 2500 bis 8000 Euro fällig, für Wasserleitungen noch einmal 1500 bis 6000 Euro. Was auf den Privatgrundstücken selbst bis zum Anschluss an die Wasseruhr nötig sei, komme noch oben drauf. Dennoch gab es während der Anliegerversammlung kaum kritische Stimmen. Allerdings deutete Schreiber an, dass einige Betroffene wohl den Rechtsweg beschreiten wollen.

Komplizierter Start

Volker Grimm vom Planungsbüro Grimm bezeichnete den ersten Bauabschnitt als den kompliziertesten. Dort gebe es ein Wirrwarr von Leitungen, die teils saniert und teils erneuert werden müssten. Man versuche, möglichst viele Rohre in einen Graben zu legen, um Kosten zu sparen. 2018 soll die gesamte Ortsdurchfahrt fertig werden. Die Straße wird deutlich schmaler, es werden Plätze zum Verweilen und breitere Bürgersteige geschaffen sowie die Beleuchtung erneuert.

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