Eröffnung voraussichtlich erste Ende Mai

Waldschwimmbad: Höhere Preise und kürzere Saison könnten Defizit reduzieren

Sparmöglichkeiten: Um das Defizit des Bades zu verringern, wird auch über das Absenken der Wassertemperatur diskutiert. Unser Bild zeigt Triathlet Niklas Feulner (vorne), der beim Fuldataler Triathlon im Waldschwimmbad teilgenommen hat. Archivfoto: Kisling/nh

Fuldatal. Das Waldschwimmbad in Ihringshausen wird diesen Sommer erst Ende Mai eröffnet. So sollen 15.000 bis 30.000 Euro eingespart werden, um das Defizit des Bades zu reduzieren.

Noch herrscht Ruhe im Waldschwimmbad in Ihringshausen. Und die wird in diesem Jahr auch länger anhalten, als in den Jahren zuvor. Während die Saison bisher meist in der zweiten Maiwoche begann und in der zweiten Septemberwoche endete, wird das Schwimmbad diesmal voraussichtlich erst am 23. Mai eröffnet und am 4. September wieder geschlossen.

Die Verkürzung der Saison ist ein Baustein beim Bestreben der Kommune, das Defizit des Bades zu reduzieren. 500.000 Euro kostet das Bad die Gemeinde pro Jahr, dem stehen Einnahmen von etwa 80.000 bis 110.000 Euro pro Saison gegenüber. Im Auftrag der Gemeindevertretung hat die Verwaltung nun Vorschläge ausgearbeitet, wie einerseits Einnahmen erhöht und andererseits Kosten gesenkt werden könnten. Diese Vorschläge stellte Bürgermeister Karsten Schreiber während der Gemeindevertretersitzung am Mittwochabend vor.

Durch die kürzere Saison und die Verlegung der Aufheizzeit des Wassers in den späteren Mai erhofft sich die Verwaltung eine Einsparung von 15.000 bis 30.000 Euro. Eine Absenkung der Wassertemperatur von 22 Grad auf 21 Grad könnte die Betriebskosten noch einmal um etwa 8000 Euro pro Jahr senken. Diese Idee wurde jedoch eher kritisch diskutiert, da dadurch Badegäste verloren gehen könnten.

Gleiches gilt für eine weitere Erhöhung der Eintrittspreise, die zuletzt 2013 angehoben wurden. Auf dem Prüfstand stehen jedoch der kostenfreie Eintritt für Kinder unter sechs Jahren und die Preise für die Saisonkarten. Diese kosten derzeit 70 Euro für Erwachsene und 40 Euro für Jugendliche und könnten auf 85 beziehungsweise 55 Euro angehoben werden. Bei gleichbleibenden Verkaufszahlen würde Fuldatal 8550 Euro mehr einnehmen. Für dieses Jahr ist eine Erhöhung laut Bürgermeister aber nicht geplant.

Eine weitere Möglichkeit, Geld zu sparen, ist eine Optimierung der Steuertechnik und die energetische Sanierung des Bades. Wieviel Geld so gespart werden könnte, ist laut Schreiber aber noch nicht absehbar. Zudem müsse zunächst Geld investiert werden.

Um das Waldschwimmbad attraktiver zu machen und die Einnahmen zu steigern, wird es in dieser Saison an jedem Wochenende Veranstaltungen geben. Geplant sind Spielewochenenden, Schnuppertauchen, spezielle Angebote des Restaurants und anderes.

Dass sich das Bad allein über die Besucherzahlen auch künftig nicht tragen wird, machte Tore Florin (CDU) deutlich. Er lobte, dass nun konkrete Zahlen auf dem Tisch lägen. Heidrun Gottschalk (SPD) betonte: „Das Schwimmbad war, ist und wird immer defizitär bleiben.“ Gleichzeitig sei das Bad aber ein großer Standortvorteil. Thomas Ackermann von den Grünen regte an, vor allem bei der energetischen Nutzung anzusetzen. „Die anderen Einsparungen sind zu gering“. Eindeutig gegen den Erhalt des Bades sprach sich Mark Rodekurth (Grüne) aus. „Wir können uns dieses Schwimmbad nicht leisten“, sagte er. Klaus-Dieter Sänger (FDP) machte hingegen deutlich: „Wir wollen dieses Bad.“ (pmi)

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