Acht Wochen nach Flucht vor Polizei: Mann tot in der Fulda entdeckt

Kassel/Fuldatal. In der Fulda ist am Montag eine Leiche entdeckt worden. Das teilte die Polizei am Dienstagmittag mit. Bei dem Toten handelt es sich wohl um den Mann, der im Januar bei der Flucht vor der Polizei in den Fluss gesprungen war.

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Am gestrigen Montagnachmittag gegen 14.30 Uhr hatte eine Spaziergängerin die Kasseler Polizei angerufen, weil sie eine Leiche gesehen hatte, die in der Fulda trieb. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Fuldatal bargen daraufhin zwischen dem Klärwerk Simmershausen und der Staustufe Wahnhausen den Mann, bei dem es sich nach bisherigen Ermittlungen wahrscheinlich um den 32-Jährigen aus Kassel handelt, der seit dem 15. Januar vermisst wird.

Er war an diesem Tag vor einem Polizeiwagen geflüchtet und hatte offenbar versucht, nachdem er einen Unfall hatte, die Fulda schwimmend zu durchqueren, um sich einer Kontrolle zu entziehen.

Um die Identität und Todesursache zweifelsfrei zu klären, ist laut Polizei für den morgigen Mittwoch eine Obduktion des Toten angesetzt. Die körperlichen Merkmale und die beim Leichnam gefundenen Gegenstände sprechen aber schon jetzt nahezu zu 100 Prozent für die Identität des seit Mitte Januar Vermissten.

Damals hatte ein Mann beim Anblick eines Streifenwagens in Kassel sofort Gas gegeben und war in Richtung Fuldatalstraße geflüchtet.  Nach einem Unfall setzte er seine Flucht zu Fuß fort. Die Beamten hatten den Wagen derweil kurzzeitig aus den Augen verloren und fanden an der Unfallstelle nur noch das führerlose Fahrzeug.

Kurze Zeit später hörten sie aus Richtung der Hochwasser führenden Fulda Hilferufe. Die daraufhin eingeleitete Suche nach dem vermissten Fahrer blieb trotz Einsatz von Feuerwehr und Polizei sowie DLRG Booten und Polizeihubschraubern mit Wärmebildkamera erfolglos. Warum der Mann die Flucht ergriffen hatte, ist bis heute nicht geklärt.

Die Ermittlungen nach dem Fahrer ergaben, dass es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen 32 Jahre alten Mann aus Kassel handelte, der den Wagen zuvor gekauft aber nicht auf seinen Namen umgemeldet hatte. Er war nicht aus einem genehmigten Hafturlaub zurückgekehrt und gilt seit Freitag, 14. Januar, als vermisst.

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Rubriklistenbild: © Archivbild HNA

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