Kälte und Regen sorgten im Waldschwimmbad Ihringshausen und anderen Freibädern für schlechte Bilanz

Wetter verdarb die Badesaison

Kontrolle: Schwimmmeister Uwe Heppe an einem von vier Filtern, mit denen bei Schwimmbadbetrieb das Wasser in den Becken ständig gereinigt wird.

Fuldatal. Das hatten sich die Verantwortlichen in Fuldatal ganz anders vorgestellt. Mit neuem Restaurantpächter und verstärktem Marketing sollten eigentlich mehr Gäste in das Waldschwimmbad nach Ihringshausen gelockt werden. Auch um den Zuschussbedarf für die Schutzschirm-Kommune zu verringern.

Abgerechnet werde erst zum Jahresende, sagt Martin Knopp, im Rathaus für das Bad zuständig. Besser als 2013 können die Zahlen aber nicht sein. Denn in der abgelaufenen Saison kamen 32.555 Besucher in das Waldschwimmbad. 30 Prozent weniger als in den drei Jahren zuvor mit im Schnitt 45.000 Gästen. Dabei wurde kräftig die Werbetrommel gerührt für verschiedene Events wie das Schwimmbadfest, den Tag des Schwimmabzeichens oder auch das Lichterschwimmen. Nur gegen das weitgehend zu kalte, nasse Wetter nutzte dies nichts.

Dabei hatte es nach schleppendem Beginn ab 8. Mai mit dem Pfingstwochenende Anfang Juni noch sehr gut ausgesehen, wie die beiden Schwimmmeister Uwe Heppe und Torsten Gerdes sagen. 3500 Badende kamen allein am heißen Pfingstmontag.

Danach habe es aber nur noch eine „Phase mit Spitzen sonniger Tage“ gegeben, meint Gerdes. „Aber die Sommerferien, auf die wir gehofft hatten, sind komplett ausgefallen“, sagt Heppe. So kamen nur noch Dauerkartenbesitzer und jene, die Zehnerkarten gekauft hatten.

„Nur für die Streckenschwimmer war es eine Spitzensaison, die hatten immer freie Bahn im Becken. Für Sonnenanbeter war es aber eine Katastrophe“, sagt Heppe.

Derzeit machen beide das Bad winterfest. Zum Schutz des Betons und der Folienschicht gegen Frost bleibt das Wasser in den Becken. Es kommt aber ein Zusatzmittel hinein, damit sich Algen und Laub nicht an dem Kunststoff festsetzen. Sämtliche wasserführenden Leitungen werden entleert, Frostschutz kommt in die Toiletten. Die Kassenanlage wird abgebaut, Bewegliches wie die Strandkörbe wettergeschützt gelagert.

Und auch die Technik wird überprüft, zum Beispiel die vier Filter für das Beckenwasser. So muss die oberste Schicht aus speziellem Granulat aufgefüllt werden. Die Arbeiten dauern noch bis Mitte Oktober, dann ist für Heppe und Gerdes Urlaub angesagt.

Von Michael Schräer

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