Zwei Gebiete für Wohnungsbau in Fuldatal - Platz für bis zu 60 Häuser

Wohngebiet statt Sportplatz: Die Gemeinde will die Rasenfläche „Auf der Treber“ in Ihringshausen zu Baugrund umwandeln. Die großen Linden rechts sollen bei der Erschließung möglichst erhalten bleiben. Foto: Schräer

Fuldatal. Die Gemeinde Fuldatal arbeitet weiter an ihrer positiven Entwicklung. Am Mittwochabend beschlossen die Gemeindevertreter zwei Bebauungspläne für weiteren Wohnraum in Ihringshausen.

Noch vor wenigen Tagen hatten die veröffentlichten Bevölkerungszahlen von 2013 der Gemeinde mit einem Plus von 95 Einwohnern gegenüber 2012 den Spitzenplatz im Landkreis Kassel beim Zuwachs bescheinigt. Und das bei allgemein sinkenden Werten.

Einmal geht es um eine 1,4 Hektar große Fläche an der Stockbreite. Diese wird derzeit noch landwirtschaftlich genutzt. Die private Eigentümerin hat die Fläche bereits an die Dr. Theusner GmbH aus Kaufungen verkauft. Die Gesellschaft plant auf dem Areal in Nachbarschaft vorhandener Bebauung bis zu 26 Ein- und Mehrfamilienhäuser. Sie ist in Abstimmung mit der Gemeinde für die Erschließung des Gebietes zuständig. Kosten entstehen damit für die Kommune nicht.

Baustart soll 2015 sein, sagt Jörg Ackermann, Geschäftsführer der Gesellschaft. Die will auch private Bauherren mit ins Boot nehmen. Diese müssen sich aber an das geplante Konzept halten. So soll es zum Beispiel eine zentrale Wärmeversorgung für alle Neubauten geben.

Das zweite Gebiet, dessen Bebauungsplan jetzt auf den Weg gebracht wurde, liegt an der Straße Auf der Treber. Es umfasst den nicht mehr benötigten Sportplatz, der von der Gemeinde inzwischen eingezogen wurde. Auf einer Fläche von 1,5 Hektar könnten bis zu 26 Grundstücke für Wohnhäuser entstehen, so Bürgermeister Karsten Schreiber (CDU).

Neben diesem Gemeindegrund wird in den Bebauungsplan auch ein 30 Meter breiter Streifen von privaten Eigentümern westlich der Straße einbezogen. Auf diesen weiteren 0,8 Hektar sind bis zu acht Wohnhäuser geplant. Beim ersten Grundstück an der Niedervellmarschen Straße sollen auch gewerbliche Zwecke möglich sein.

Beide Gebiete stießen auf einhellige Zustimmung der Fraktionen. Auch weil es sich jeweils um eine Verdichtung der Bebauung in Ortslage handelt. Mit positivem Nebeneffekt. So könnten die Einnahmen aus dem Verkauf der eigenen Flächen „Auf der Treber“ laut Bürgermeister möglicherweise in den Neubau des bereits jetzt bei Unwettern überlasteten Kanals in der Niedervellmarschen Straße fließen.

Mit den neuen Bauflächen kann laut Schreiber eine hohe Nachfrage nach Wohnraum teilweise befriedigt werden. Mit unterschiedlichen Angeboten für Neubürger, die Krankenschwester, den Facharzt, den Studenten oder den Wissenschaftler. Denn das Klinikum und die Uni strahlten als Wirtschaftsbetriebe nach Fuldatal aus.

Von Michael Schräer

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