Fuldatal will bis 2016 Defibrillatoren in öffentlichen Gebäuden stationieren

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Steht bereit: Oliver Herrschaft vom Gebäudemanagement der Gemeinde mit einem Defibrillator, der bereits im Bürgersaal des Fuldataler Forums für den Notfall stationiert ist.

Fuldatal. Die Gemeinde Fuldatal will die öffentlichen Gebäude in den sechs Ortsteilen mit Defibrillatoren ausstatten, die von Laien bedient werden können. Mit den Geräten können Menschen vor dem plötzlichen Herztod gerettet werden.

Die Defibrillatoren werden bei Kammerflimmern eingesetzt, um das Herz wieder in den üblichen Rhythmus zu bringen.

Insgesamt sollen zehn dieser Geräte bis 2016 bereitstehen, erklärte Bürgermeister Karsten Schreiber während der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung. Neun sollen in Gebäuden mit Publikumsverkehr stationiert werden, ein weiteres soll mobil zum Einsatz kommen.

Die ersten vier Geräte zum Stückpreis von 2000 Euro sollen noch in diesem Jahr in Ihringshausen im Fuldataler Forum, im Waldschwimmbad und im Rathaus sowie im Haus der Begegnung in Simmershausen zur Verfügung stehen. 2015 sollen Geräte für die Sporthallen in Ihringshausen und Rothwesten sowie für das Dorfgemeinschaftshaus Wilhelmshausen folgen. 2016 dann der Abschluss mit den Dorfgemeinschaftshäusern in Wahnhausen und Knickhagen sowie dem mobilen Gerät.

Bei dem Projekt arbeitet die Gemeinde mit dem Fuldataler DRK zusammen. Dies hatte bereits über Spenden finanziert zwei Geräte überreicht und 1000 Euro für ein drittes gesammelt. Daher müsse die Gemeinde in diesem Jahr lediglich Kosten von 3000 Euro übernehmen, wenn nicht weitere Spenden eingingen, meinte Schreiber.

Alle Geräte werden zentral über das DRK angeschafft, das auch die Wartung übernehme. Mitglieder des Roten Kreuzes unterweisen zum Beispiel die aktiven Feuerwehrleute Fuldatals und die Mitarbeiter der Verwaltung darin, wie das Gerät zu bedienen sei, sagte der Bürgermeister.

Schreiber betonte, dass die Gemeinde „möglichst viele Menschen mit ins Boot holen“ wolle. Schließlich handele es sich um ein Laien-Gerät. Damit im Ernstfall schnell Hilfe geleistet werde, müsse die Akzeptanz in der Bevölkerung hoch und das Wissen um die Geräte weit verbreitet sein. Daher plane man Aktionen unter anderem bei Vereinen und Verbänden sowie Veranstaltungen.

Wie der Bürgermeister betonten auch Mitglieder der Fraktionen, dass es wichtig sei, möglichst viele Menschen mit dem Gerät vertraut zu machen. Auch wenn das Gerät im Notfall dem Helfer sage, was er zu tun habe, müsse man die Angst vor einer Bedienung nehmen. Klar sei aber auch, das Gerät allein rette das Leben eines Menschen nicht.

Beende der Defibrillator ein Kammerflimmern, müsse die klassische Erste Hilfe folgen. Da sollte sich jeder fragen, wie es um sein Wissen bestellt sei, so die einhellige Meinung. Zudem appellierte Bürgermeister Schreiber an alle Fuldataler Ärzte und Apotheken, auch Defibrillatoren anzuschaffen.

Von Michael Schräer

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