Ost-Anbindung von Guntershausen an den Bahnhof: Stadt gibt Geld

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Bald fertig: Trotz des Winterwetters der vergangenen Wochen wurde an der neuen Unterführung und den neuen Bahnsteigen am Guntershäuser Bahnhof weiter gearbeitet.

Baunatal. Die Anbindung des Bahnhofs in Guntershausen durch einen Fußweg auf der Ostseite an den Ort wird immer wahrscheinlicher. Nach Gesprächen von Vertretern der Behörden sowie der Bahn AG zeichnet sich die Finanzierung eines Weges durch die Stadt Baunatal sowie Land und Bund ab.

Dieser würde aus der im Bau befindlichen Unterführung zur Fuldatalstraße führen. Damit würde der gefährliche Umweg für Fußgänger von Guntershausen durch einen engen Straßentunnel zum Bahnhof auf der Westseite wegfallen.

Bis vor wenigen Wochen schien es noch so, als würde die Bahn die Unterführung nur bis zu einem neu angelegten Bahnsteig auf der Ostseite führen. Das Unternehmen hatte immer wieder betont, dass die Stadt einen Weg weiter in den Ort selbst finanzieren müsse. Das Rathaus konterte und sah die Aufgabe bei dem Unternehmen. So verhärteten sich die Fronten. Die Bahn wollte schließlich den für die Bauarbeiten des Tunnels bereits frei gebaggerten Durchgang am Ende wieder mit einer Betonwand verschließen.

Auf HNA-Berichte reagiert

Auf die Berichterstattung unserer Zeitung hin trafen sich Bahn und Stadt wieder zu Gesprächen in Guntershausen. Die Stadt will nun doch Geld für einen Weg locker machen. Erste Stadträtin Silke Engler-Kurz geht von 350.000 Euro Kosten aus. 150.000 Euro haben die Stadtverordneten bereits als Investition für 2012 in den aktuellen Haushalt eingeplant. Für den Rest hofft das Rathaus auf Förderung von Land und Bund. Und die scheint möglich: Vertreter des Kasseler Amtes für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) hätten ebenfalls an den Gesprächen im November teilgenommen und einen Zuschuss in Aussicht gestellt, berichtet die Erste Stadträtin. Und auch ein Sprecher der Bahn in Frankfurt geht davon aus, dass Land und Bund das Projekt mit etwa 75 Prozent aus Mitteln des Gemeindeverkehrs-Finanzierungsgesetzes fördern werden.

„Das ist ein guter Schritt“, sagt der Sprecher zu der Entwicklung. Er geht allerdings davon aus, dass die Pläne für den Fußweg bis zur Eröffnung der Unterführung und der neuen Bahnsteige im April nicht mehr umgesetzt werden können. „Bis dahin wird das nicht klappen.“ Man verschließe die Unterführung jetzt nur mit einer Abschlussplatte und nicht mit einer Stützmauer, sagt der Sprecher weiter. Die Platte lasse sich für den Bau des Weges dann relativ einfach entfernen.

In einem Punkt hat sich die Bahn AG allerdings bisher nicht bewegt. An der Finanzierung, so der Sprecher in Frankfurt, werde sich das Unternehmen nach wie vor nicht beteiligen.

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