Die Gärtnerei von Frank Krug baut bereits in fünfter Generation Gemüse in Fuldatal-Ihringshausen an

Salat, so weit das Auge reicht

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Mittendrin: Frank Krug im Salatfeld in einem seiner Gewächshäuser.

Fuldatal. „Anlieger frei“ steht auf dem Schild am Ende der Dörnbergstraße in Fuldatal-Ihringshausen, Tina Rippel ist dort auf dem Weg zur Gärtnerei Frank Krug. Einmal in der Woche kauft sie im Hofladen ein und gehört zu den Stammkunden. „Meine Leidenschaft ist das Kochen, ich habe noch nie eine Dose verwendet“, erzählt sie, als sie frisches Gemüse auswählt.

Janine Krug betreut den Hofladen, das Büro und die Bestellungen. Nach ihrer Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten hat sie Anfang Mai in der Gärtnerei ihres Vaters angefangen. „Ich kann selbstständig arbeiten und bin viel an der frischen Luft“, sagt die 22-Jährige.

Frank Krug führt den Betrieb inzwischen in fünfter Generation und wird dort von seiner Frau Sabine (46) unterstützt. „90 Prozent unserer Waren produzieren wir selbst“, erklärt er. Auch seine Eltern Erich (76) und Brunhilde (72) sind nach wie vor aktiv, Frank Krugs Schwester Karin Krug hilft ebenfalls mit. Sohn Ingo (16) packt nach der Schule mit an. „Wir spritzen nur, wenn es erforderlich ist“, berichtet er.

Der Familienbetrieb setzt auf Pferdemist und auf die Gründüngung, das Unterpflügen von Pflanzen wie Luzerne, Senf oder Klee. Auch ein Fruchtwechsel, bei dem zwischendurch Getreide angebaut wird, spart konventionellen Dünger ein.

„Unsere Schwerpunkte sind die Wochenmärkte in Kassel und Ihringshausen und unser Hofladen“, sagt Frank Krug. Über 7000 Quadratmeter eigenes und gepachtetes Land sowie acht Gewächshäuser werden von den drei Generationen gemeinsam mit zwei Angestellten bewirtschaftet.

Einkaufsmärkte beliefern

„Um 1900 wurde das Obst und Gemüse noch mit Pferd und Wagen zum Königsplatz gefahren“, erläutert Frank Krug. „Unsere Philosophie ist es, regionales Gemüse, das auch schmeckt, nah an den Kunden bringen“, sagt er. Zwei Rewe-Märkte in Fuldatal-Ihringshausen und Espenau sowie Edeka-Märkte in Vellmar, Kassel und Niestetal erhalten täglich Lieferungen.

Neben fünf Traktoren erleichtern ein Kartoffel- und ein Gemüse-Vollernter die Arbeit. „Die Männer fangen morgens zwischen sechs und sieben Uhr an. Donnerstags stehen wir um vier Uhr auf und samstags um drei Uhr, da es dann zur Kasseler Markthalle geht“, erklärt Sabine Krug.

Sie ist mit ihrer Schwiegermutter für das Bindewerk von Kräutern und Suppengrün zuständig. Auch die Zutaten für die Kasseler Soße wie Borretsch, Schalotten, Pimpinelle, Petersilie, Sauerampfer Schnittlauch und Dill werden von beiden zusammengestellt.

Für die Tomaten habe ihr Schwiegervater ein besonderes Händchen, verrät Sabine Krug. „Er züchtet eine alte Sorte, die sonst in Deutschland nur schwer wächst“, berichtet sie. „Wir ziehen auch Geranien, Apfelblüten, Stiefmütterchen, Fuchsien und Begonien“, ergänzt Erich Krug.

Von Bettina Wienecke

Eine Fotostrecke mit Bildern aus der Gärtnerei Frank Krug finden Sie hier:

Gärtnerei Krug in Ihringshausen besteht in fünfter Generation

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