Christi Himmelfahrt: Zentrale Veranstaltung der evangelischen Kirchen Vellmar im Ahnepark

200 Gäste beim Gottesdienst im Grünen

Unter freiem Himmel: Bei frühlingshaften Temperaturen feierten die Christen der vier evangelischen Kirchengemeinden Vellmars im Ahnepark den Himmelfahrtsgottesdienst, den Pfarrer Johannes Stalb gemeinsam mit seinen Konfirmanden und dem Posaunenchor Niedervellmar gestaltete. Foto: Brandau

Vellmar. Mit dem Wetter am Himmelfahrtstag ist das so eine Sache. Seit Jahren wird im Vorfeld heftig spekuliert, ob es Petrus gut meint und der zentrale Gottesdienst der evangelischen Kirchengemeiden Vellmars im Ahnepark stattfinden kann oder ob er in eine der Kirchen verlegt werden muss.

Um es vorwegzunehmen, es hat auch in diesem Jahr wieder geklappt, und rund 200 Besucher kamen bei frühlingshaftem Wetter in den Ahnepark, um gemeinsam den Himmelfahrtsgottesdienst unter freiem Himmel zu feiern. Auf den Himmel ging auch Johannes Stalb, Gemeindepfarrer der Kirchengemeinde Frommershausen, in seiner Predigt ein. „Ein Himmelfahrtshimmel ist nicht der Ort, den wir Menschen mehr und mehr für uns erobern“, sagte Stalb. Es sei auch nicht der Ort, an dem Airbus und Boeing mit ihren Kondensstreifen weiße Kratzer produzierten oder Satelliten kreisten. Der Himmelfahrtshimmel sei ein Traum, unerreichbar, ungreifbar und unfassbar. Er sei der Ort Gottes, eben eine ganz andere Welt, ohne Angst, ohne Leid und ohne Schmerz.

Kleine Raupe

Am Beispiel der kleinen Raupe Nimmersatt aus dem Bilderbuch von Eric Carle veranschaulichte Johannes Stalb gemeinsam mit den Konfirmanden aus Frommershausen, dass auch Menschen nie wirklich satt sind, ihren Blick stets auf sich selbst gerichtet hätten und am Ende mit Bauchschmerzen leben müssten, so wie die kleine Raupe im Kinderbuch. So seien Menschen dem Himmel fern.

„Wir sollten nicht immer mehr haben wollen, stärker, schneller oder besser sein als andere. Ein Leben ohne die Sorge, zu kurz zu kommen, wäre ein kleines Stück vom Himmel auf Erden“, rief Stalb den Besuchern des Gottesdienstes zu, der vom Posaunenchor Niedervellmar musikalisch begleitet wurde.

Von Werner Brandau

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