Bislang kamen wenige Besucher nach Obervellmar und Ihringshausen

Regenwetter vermiest Freibadspaß: Gästezahlen auf Tauchfahrt

Temperierter Badespaß: Bei Wassertemperaturen von 23 Grad begrüßt Schwimmmeister Oliver Schmidt im beheizten Fuldataler Waldschwimmbad selbst bei Regenwetter täglich rund 200 Badende. Scheint die Sonne, können es über 2000 Besucher werden.

Vellmar / Fuldatal. Sommerferien, Sonnenschein und ideales Badewetter gehören eigentlich zum Hochsommer. Insbesondere im Juli sollte das so sein. Doch in diesem Jahr mussten sich die Menschen weitgehend mit einem skandinavischen Sommer begnügen.

In dieser Woche soll es endlich Sonnenschein und wärmere Temperaturen geben. Dies kann die noch schlechte Besucherbilanz verbessern. Kein Wunder, bis auf wenige Tage vor Pfingsten war das Wetter eine einzige Enttäuschung. Die Meteorologen lagen mit der Ankündigung eines Jahrhundertsommers total daneben.

„Wie bereits im letzten Sommer, der ja auch verregnet war, sind die Besucherzahlen im Vellmarer Freibad, wie in allen andern Bädern der Region, alles andere als gut“, erklärt Vellmars Hauptamtsleiter Stefan George. Hinzu käme, dass das 1954 errichtete Schwimmbad nicht beheizt werde, was dazu führe, dass die Saison später beginne und immer erst einige Sonnentage nötig seien, um das Wasser auf mindestens 18 Grad zu erwärmen. Erst ab dieser Marke werde das Freibad geöffnet.

„Die Dauerkarteninhaber kommen fast bei jedem Wetter, aber ansonsten bleiben die Gäste beim schlechten Wetter aus“, bestätigt George. Im Augenblick sei die Statistik erschreckend. Dabei hatte man im Vellmarer Rathaus auf eine besonders günstige Familiensaisonkarte gesetzt, die erstmalig in diesem Sommer angeboten wird.

„So schlechtes Badewetter habe ich in den 16 Jahren meiner Tätigkeit als Schwimmmeister noch nie erlebt“, sagt Bernd Pape und verweist auf bisher rund 3000 Freibadbesucher. Doch der 59-Jährige kann sich auch daran erinnern, dass im August 2003 über zwei Wochen täglich 2000 Besucher Erfrischung im Vellmarer Freibad suchten.

Auch im Fuldataler Freibad wünschte man sich bis zum vergangenen Wochenende besseres Wetter. Nach Angaben von Betriebsleiter Gerhard Pressler nutzten seit Mai rund 16 000 Gäste das Ihringshäuser Bad. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch 23 200 Besucher.

„Selbst bei Regen kommen täglich rund 200 Badegäste in unser beheiztes Schwimmbad“, sagt Schwimmmeister Oliver Schmidt. Wir haben eine Wassertemperatur von 23 Grad, und da fühlen sich die Badenden wohl. Allerdings bleiben die Liegewiesen leer, müssen aber ständig gemäht werden“, sagt der 42-Jährige, der seine Hoffnungen in den August setzt.

Derzeit kämen vorwiegend Dauerkarteninhaber und Vereine ins Waldschwimmbad. Dass das Interesse am Freibad allgemein nachgelassen habe, kann er nicht bestätigen. „Wenn die Sonne scheint, kommen täglich mehr als 2000 Besucher.“ Einen Trend gibt es allerdings. „Die Schüler werden heute in den Schulen mehr gefordert und haben teilweise auch länger Unterricht. Dann fehlt ihnen einfach die Zeit, um noch ins Freibad zu gehen. Als ich vor 19 Jahren als Schwimmmeister angefangen habe, sah das noch anders aus“, meint Schmidt.

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