Programm Espenauer Kulturtage steht: Kulturverein mit elf Veranstaltungen

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Letzte Chance: Mit Zuschauerschwund hatte das Festival „Rocken bitte!“ 2010 zu kämpfen - hier der Sänger Sibbi von der Band Itchy Poopzkid. In diesem Jahr soll noch ein Versuch gestartet werden.

Espenau. Der Etat ist vergleichsweise gering, das Programm kann sich wie immer sehen lassen. Vom 14. August bis 16. September wartet auf die Fans der Espenauer Kulturtage wieder ein bewährter Mix aus lokalen und überregionalen Künstlern.

Gerade die Lokalmatadoren sind nach Auskunft von Espenaus Bürgermeister Michael Wielert, der auch Vorsitzender des ausrichtenden Kulturvereins Espenau ist, „immer Selbstläufer“.

„Regionale Künstler sind immer Selbstläufer“

Mit 20.000 Euro kalkulierte der Kulturverein 2010, in diesem Jahr wird der Etat laut Wielert ein wenig höher liegen und sich bei 25.000 Euro einpendeln. Dafür gibt es elf Veranstaltungen, die vom Kulturverein mit Herzblut und Kenntnis zusammengestellt wurden. Viele Künstler - wie die Gruppe Pömps - sind schon Bekannte in Espenau, neue wurden zuerst live beobachtet, bevor sie verpflichtet wurden.

Mit 2000 Besuchern rechnen die Organisatoren auch für dieses Jahr. In den Wickehof als zentralen Veranstaltungsort mit seiner intimen Atmosphäre passen 130 Leute. Wird das angepeilte Soll erfüllt, dann kann der Kulturverein sogar ein kleines Plus erwirtschaften.

Sorgenkind ist seit letztem Jahr das Festival „Rocken bitte!“, das in der Freizeitanlage Im Steinbruch stattfindet. Mit 10.000 Euro Kosten machte es immerhin 50 Prozent des gesamten Etats aus. Aber im vergangenen Jahr blieben trotz guter Bands die Besucher weg. Statt der kalkulierten 500 kamen nur 250. Das Resultat laut  Wielert: Der Kulturverein musste aus seinen Mitteln ein Finanzierungsloch von 4000 bis 5000 Euro stopfen. Zu viel für einen Verein, der die Espenauer Kulturtage bislang immer aus Eigenmitteln ohne Zuschüsse der Gemeinde gestemmt hat. Ein Grund für die nachlassende Resonanz: „Rocken bitte!“ kollidiert zeitlich immer ein bisschen mit dem „OpenFlair“ in Eschwege.

Deswegen stand „Rocken bitte!“ eigentlich schon vor dem Aus. Aber der Kulturverein will in diesem Jahr noch einen Versuch starten. Funktioniert das wieder nicht, ist laut Wielert definitiv Schluss.

Worauf in diesem Jahr auch Wert gelegt wird: mit diversen Angeboten auch die ältere Generation 60plus zu erreichen. Dazu zählt zum Beispiel der Kant-Chor aus Gusev mit russischer Chormusik, der regelmäßig in der Region auftritt und beim Publikum immer gut ankommt.

Das Programm im Einzelnen

  • Start ist am Sonntag, 14. August, im Wickehof - bei gutem Wetter im Hof - mit dem Eröffnungsfest und der Hot Jazz Company (Beginn 14 Uhr, Eintritt frei).
  • Freitag, 19. August: Musikcomedy mit Hinz und Kunz, die zum dritten Mal in Espenau gastieren.
  • Samstag, 20. August: Autor Matthias Gibert gibt eine Lesung aus einem Kassel-Krimi.
  • Sonntag, 21. August, oder 4. September: das Kindertheater Laku Paka.
  • Freitag, 26. August: die Gruppe Pömps mit Musikcomedy der 50er-Jahre.
  • Samstag, 27. August: Marius Jung, Til Kersting und Thorsten Seydler mit Musikcomedy und Kabarett.
  • Freitag, 2. September: Nils Heinrich, der in diesem Jahr den Kabarett-Preis Salzburger Stier bekommt, mit Comedy und Musik.
  • Samstag, 3. September: Das Festival „Rocken bitte!“ im Steinbruch.
  • Freitag, 9. September: Nessi Tausendschön und Partner mit Comedy und Musik.
  • Samstag, 10. September: Herwig Lucas, Karl Garff mit Mundart.
  • Freitag, 16. September: Der Kant-Chor aus Gusev mit russischer Chormusik.

Alle Veranstaltungen finden - soweit nicht anders angegeben - im Wickehof statt. Beginn ist - Ausnahme Rocken bitte! - um 20 Uhr. Karten gibt es noch nicht im Vorverkauf. Die Preise werden nicht erhöht und liegen in diesem Jahr zwischen sieben und 13 Euro. Infos unter www.espenauer-kulturtage.de. (swe)

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