Baunataler Diakonie veranstaltete ein Fest mit 270 Besuchern in Besse

Mit ganz viel Spaß am Tanz

Sie tanzten mit in Besse: Die Gruppe der Waberner Werkstätten, geleitet von Tanzlehrerin Veronika Schade. Foto: Büchling/nh

Baunatal/Edermünde. Ein großes Tanzfest für geistig und körperlich behinderte Menschen wurde kürzlich in Besse gefeiert. Ausrichter war die Baunataler Diakonie Kassel (früher Baunataler Werkstätten). Über 270 Teilnehmer aus ganz Hessen hatten sich in der Mehrzweckhalle versammelt. Seit mehr 25 Jahren wird dieses Ereignis jährlich gefeiert. Wie immer war der Angehörigenbeirat der Werkstätten in Baunatal für die Verpflegung und Bewirtung zuständig.

Claudia Lieberknecht, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, erläutete das Konzept des Tanzes in der Arbeit mit behinderten Menschen: „Die rhythmische Schulung hat im Sport mit geistig Behinderten eine wichtige Bedeutung und sollte über eine nur therapeutische Wirkung hinaus gesehen werden.“

15 Gruppen traten auf

Dass das den Beteiligten viel Spaß macht, war auf der Bühne zu erkennen. 15 Gruppen waren angereist, und gleich beim ersten Auftritt gab es viel Temperament zu erleben.

Die Gruppe der Hofgeismarer Werkstätten zeigte einen spanischen Tanz zur Musik der „Gipsy Kings“. Die Männer trugen stilechte spanische Hüte, die Frauen hatten Rosen im Haar und landestypische Kleidung.

Die Waberner Werkstätten, mit ihrer Tanzlehrerin Veronika Schade hatten mit dem Amigos-Song „Ich geh für Dich durchs Feuer“ den Saal auf ihrer Seite.

Ob nun die Soziale Förderstätte Bad Hersfeld mit ihrem Tüchertanz „Hey“ oder die Soziale Förderstätte aus Bebra mit „Ich bau dir ein Schloss“ – die Partystimmung griff auf den Saal über. Alle Gruppen wurden mit einer Medaille ausgezeichnet. Piratenflair gab es bei „Pirates of the Caribbean“ der Florentiner Werkstätten aus Wetzlar, die sich mit Schiffen auf der Bühne zeigte. Schmusestimmung kam auf, als das Antoniusheim Fulda mit „Over the Rainbow“ auftrat.

Organisatorin Brigitte Ernst berichtete voller Stolz, dass nicht nur das Bühnenbild, sondern auch die Kostüme in den Einrichtungen der Diakonie entstanden seien. „In unseren Werkstätten werden die Tanzgruppen stark angenommen“, sagte sie. (nh)

Von Peter Büchling

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