Sommerturnier des RFV Oberkaufungen mit knapp 1000 Starts

Schmatzer für Lanatrio: Der Spagat zwischen Helfereinsatz und Springprüfung ist geglückt. Für den fehlerfreien Ritt und die Platzierung gab es für Lantario von Catharina einen dicken Schmatzer. Fotos: Zinn

Kaufungen. „Ohne die komplette Familie läuft nix“, sagt Alexandra Bebendorf. Zusammen mit Hanne Strack ist die Jugendwartin des RFV Oberkaufungen für die Verpflegung der rund 700 Teilnehmer und Zuschauer beim dreitägigen, großen Sommer-Reitturnier verantwortlich.

„Da brauchen wir jede helfende Hand, damit das Turnier rund läuft“, erzählt Bebendorf. Denn die Starter erwarten immer mehr Professionalität und Service. Und so sind neben den Aktiven meist auch deren Familienmitglieder über die Turniertage und in der Vorbereitung eingespannt.

Reitturnier des RFV Oberkaufungen

Ab 7 Uhr wurden die ersten 300 Brötchenhälften mit diversen Wurst- und Käsesorten versehen, die ihren Platz dann in der Kühltheke fanden. Gearbeitet wird dabei im Drei- Schicht-System, die Verantwortlichen bleiben bis zum „open end“. „Zum Glück haben wir engagierte Helfer, die hinter dem Verein stehen und gerne helfen“, sagt Bebendorf.

So wie Ulrike Eckhardt. Obwohl sie kein Mitglied des Vereins ist, hat sie in all den Jahren noch keinen Helfereinsatz verpasst. Sie ist dabei, obwohl Tochter Sarah zum Reiten keine Zeit mehr hat und in Leipzig studiert. „Ich freue mich einfach darauf, alle wiederzutreffen“, so Eckardt.

Wie Marianne Gründer: „Im Team macht es einfach Spaß, und vielleicht zeigt unser Engagement den Jüngeren, dass ehrenamtlicher Einsatz auch Freude bereiten kann.“ Gut kann sich die 63-Jährige an ihre Anfänge beim RFV erinnern, dem sie 15-jährig beitrat. „Mein erstes Pferd war ein Kutschpferd mit durchgehangenem Rücken, aber es passte ein Sattel darauf und ich war glücklich.“ Als Reitplatz diente eine Wiese hinter der Firma Riffer, in deren Mitte ein Reitlehrer Unterricht gab. Mit dem Reiten hat sie vor Jahren aufgehört, ihre Treue zum Verein ist geblieben „Ich habe bestimmt schon mein 40-jähriges Helferjubiläum erreicht“, sagt sie.

Einen Spagat zwischen Gastronomie und Mutter einer reitenden Tochter muss Alexandra Bebendorf bewältigen. In fünf Springprüfungen geht Tochter Catharina mit ihrem Pferd Lantario an den Start. Auf dem Abreiteplatz benötigt sie die Unterstützung der Mutter und später im Parcours ist Alexandra Bebendorf für das Daumendrücken zuständig. Auch Catharina pendelt zwischen Helfereinsatz auf dem Richterturm und Springplatz hin und her. Am Ende ist die Freude dann riesengroß: NullFehler-Ritt und eine Platzierung. Der Einsatz hat sich gelohnt.

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