Heimatmuseum in Hohenkirchen stellt historische Gerätschaften im Dachgeschoss aus

Der Garten muss bewässert werden

Ein Klassiker von 1930: Hans-Hermann Knörr mit einer Freilandgießkanne im Heimatmuseum von Espenau. Fotos:  Wienecke

Espenau. Wenn er den Museumsleiter Siegfried Lange im Heimatmuseum von Espenau vertritt, zeigt Hans-Hermann Knörr den Besuchern dort gern die Sammlung der Gerätschaften für Feld und Garten im Dachgeschoss.

Das liegt wahrscheinlich daran, dass der Mönchehofer und seine Ehefrau Brunhilde über einen mehr als 1000 Quadratmeter großen Garten verfügen. „Früher wurden Kartoffeln angebaut, heute haben wir mehr Rasen, aber das Kräuterbeetchen ist geblieben“, berichtet der 73-Jährige. „Im Frühling geht es mit Schneeglöckchen los, später kommen die Tulpen, dann blühen die Pfingstrosen“, schwärmt der gelernte Bäcker und Konditor.

„Die Form hat sich bis heute nur wenig verändert“, meint er mit Blick auf die Freilandgießkanne aus den 1930er-Jahren im Museum. Das liegt wohl daran, dass das bauchige standsichere Zinkgefäß mit seinem Tragebügel und der rohrförmigen durch eine Spreize stabilisierten Tülle bereits damals gut durchdacht war. Bei Bedarf konnte zum feineren künstlichen Beregnen ein Brausemundstück aufgesteckt werden.

Der Jurist Konrad Adenauer (1876 bis 1967), von 1949 bis 1963 erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, meldete 1940 sogar ein Patent auf eine mit einer Klappe abdeckbare Gießkannentülle an. Schließlich ist die Kanne ein wichtiges Werkzeug zur Umsetzung der ersten Gärtnerpflicht: des Gießens.

Das Heimatmuseum Espenau in Hohenkirchen, Am Kirchberg 4, ist jeden ersten Sonntag im Monat von 14.30 bis 17.30 Uhr oder nach Vereinbarung geöffnet. Eintritt frei. Kontakt: Museumsleiter Siegfried Lange, Tel. 05673/7916.

Von Bettina Wienecke

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