In Niederkaufungen

Ex-Gaststätte Allmeroth soll Raumnot bei evangelischer Gemeinde beenden

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Beeindruckendes Fachwerk: 74 Jahre lang war das Gasthaus Allmeroth Treffpunkt der Niederkaufunger, fast alle haben hier schon ein Familienfest gefeiert. Im März wurde die beliebte Gaststätte geschlossen. Jetzt soll das Haus aus dem 18. Jahrhundert nach einem auf Jahre angelegten Umbau für die Arbeit der evangelischen Kirchengemeinde genutzt werden.

Kaufungen. Die Auslagerung der Gemeindearbeit in die Wohnstuben von Pfarrhaus-Nachbarn und viele andere Provisorien sollen für die evangelische Kirchengemeinde Niederkaufungen bald der Vergangenheit angehören:

Nach einstimmigem Votum des Gemeindevorstandes soll die erst kürzlich geschlossene Traditions-Gaststätte Allmeroth für 180.000 Euro angekauft und für die Gemeindearbeit komplett saniert werden.

Derzeit werden die Kaufverträge ausgehandelt.

„Die Raumnot ist eine permanente Konstante der gemeindlichen Arbeit geworden und lässt für neue Ideen von Initiativen und Veranstaltungen gar keinen Raum“, begründete Pfarrer Andres Synofzik die Entscheidung von weitreichender Bedeutung, über die er gemeinsam mit Pfarrer Gottfried Bormuth und dem Kaufunger Architekten Joachim Döring kürzlich in einer Gemeindeversammlung in der Kirche informierte.

„Große Herausforderung“ 

Das Vorhaben stellt nach Ansicht der beiden Pfarrer eine große Herausforderung für die Kirchengemeinde dar, ist aber auch dringend erforderlich. Der Platz in Kirche und Gemeindehaus reiche längst nicht mehr für die oft von bis zu 250 Menschen besuchten Gottesdienste, die Kindergottesdienste, die Treffen der 60 Konfirmanden, Selbsthilfe- und Gesprächsgruppen aus. Hinzu kommen Jugendtreff, Eltern-Kind-Gruppen, Seminare, Kurse und Gesprächskreise. Seit Langem werde daher nach einer Erweiterung des Raumangebotes gesucht, erläuterte Synofzik.

Die ehemalige Gaststätte Allmeroth in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kirche sei da eine ideale Möglichkeit. Innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre sollen der frühere, 130 Quadratmeter große Gastraum und der darüberliegende, rund 200 Quadratmeter große Saal für die Bedürfnisse der Gemeindearbeit umgebaut werden. Der Spendeneingang und die Bereitschaft der Gemeindemitglieder zur Mitarbeit wird dabei den Fortgang der Arbeiten bestimmen. Eine der größten Aufgaben wird die Sicherung des Brandschutzes darstellen.

Für die 3200 Mitglieder starke Kirchengemeinde wird das ein wahrer Kraftakt, der aber auch Niederkaufungen nutzen soll. Bormuth: „Die Menschen im Dorf sollen sich auch weiter hier treffen können.“

Dabei sollen die Räume nach der schrittweisen Sanierung auch künftig durch Vereine und Familienfeiern genutzt werden können.

Von Thomas Stier

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