Espenauer Kulturtage: Verein zieht positive Bilanz – 20 Prozent mehr Besucher

Geballter Humor als Plus

Michael

Espenau. Ein Programm-Mix aus lokalen und überregionalen Künstlern, ein familiärer Veranstaltungsort und Organisatoren mit viel Herzblut - das Konzept der Espenauer Kulturtage ging auch in diesem Jahr wieder auf.

„Mit dem Verlauf sind wir sehr zufrieden“, sagt Bürgermeister Michael Wielert, der gleichzeitig Vorsitzender des ausrichtenden Kulturvereins ist. „Wir blicken auf sechs schöne Wochenenden zurück. Toll, dass so viele Menschen zu uns gekommen sind“, freute er sich über die positive Besucherbilanz: Im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten die Organisatoren einen Besucherzuwachs von 20 Prozent. Damit kamen rund 1300 Kulturfreunde zu den Abendveranstaltungen. „Offensichtlich hat es sich mittlerweile herumgesprochen, dass es bei uns Kultur zum kleinen Preis gibt“, so Wielert.

Wielert

Auch die erstmals im Altkreis Hofgeismar gestartete Werbe-Aktion habe Wirkung gezeigt. „Vor allem profitieren wir aber von der Mund-zu-Mund-Propaganda. Die Menschen kommen einfach gern zu uns, weil wir uns von den übrigen Kulturveranstaltungen durch die familiäre Atmosphäre und das regionale Catering deutlich abheben.“ Die Tatsache, dass fünf der acht klassischen Abendveranstaltungen im Wickehof ausverkauft waren, belege dies eindrucksvoll.

Einmal mehr hätten sich die Lokalmatadoren wie Pömps und Lucas, Garff & Vysotzky als Selbstläufer erwiesen. Ausverkauft waren zudem die Veranstaltungen mit Nils Heinrich, Hinz & Kunz sowie Nessie Tausendschön. Positiv überrascht war Wielert auch vom Eröffnungsfest, das trotz des schlechten Wetters sehr gut besucht war.

Rockfestival als Sorgenkind

Finanzielles Sorgenkind ist und bleibt seit dem Vorjahr das Open-Air-Festival „Rocken, bitte!“ im Steinbruch. Wie im vergangenen Jahr kamen bei der jüngsten Veranstaltung trotz guter Bands nur 250 Besucher. „Das war noch unter der Mindestgrenze und bedeutete für uns ein deutliches Defizit“, so Wielert.

Ob das Rockfestival auch im kommenden Jahr stattfindet, vermag er indes noch nicht zu sagen. „Wir befinden uns da in einer Zwickmühle: Die Zahlen sprechen dafür, es nicht mehr stattfinden zu lassen. Allerdings möchten wir auch künftig etwas für die Jugendlichen im Angebot haben.“

Bei den Planungen für 2012 werde man diesen Aspekt im Kopf behalten. Deutliche Konzeptveränderungen werde es im nächsten Jahr nicht geben. „Wir haben unseren Weg gefunden.“ Und so werde es beim kommenden Event vom 20. Mai bis 24. Juni 2012 wieder jede Menge Humor in verschiedenen Ausprägungen sowie das traditionelle Kirchenkonzert geben. „Eventuell wagen wir uns mal wieder an das Thema Theater heran“, verrät Wielert. „Wahrscheinlich mit einem Ein-Personen-Stück. Das ist allerdings nur eine Idee und noch nicht spruchreif.“

Definitiv wird es wieder ein Eröffnungsfest, einen bunten Abend sowie eine Kinderveranstaltung geben. „Wir entschuldigen uns beim Sportverein dafür, dass es in diesem Jahr eine Terminkollision gab. Das kommt 2012 nicht mehr vor.“ Foto: Brandau/nh

Von Martina Sommerlade

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