Kirchengemeinden starten Projekt – Ein Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft

Ein Geben und Nehmen

Verantwortlich für die Aktion: Gerhard Wetzel (von links), Pfarrerin Ute Dilger, Annette Justen, Erika Wetzel, Monika Siebert, Ute Grimm, Elina Dilger und Diakoniepfarrer Hans-Martin Wirth. Nicht auf dem Bild, aber Mitorganisatoren sind zudem Johanna Eschenberg, Wilma Eckhardt, Irmtraud Mohr, Hannelore Klapp, Pfarrer Lothar Fiege, Dr. Eberhard Gild, Bürgermeister Michael Aufenanger und Ortrud Hendrich. Foto: Kisling

Ahnatal. Einen kaum benutzten Gegenstand hat fast jeder bei sich zu Hause und weiß nicht so recht, was er damit anfangen soll. Wer sich diese Frage stellt, kann nun anderen Menschen eine Freude machen.

Die Ahnataler Kirchengemeinden haben ein Projekt gestartet, bei dem man gut erhaltene Alltagsgegenstände, beispielsweise Spielsachen, Bücher, DVDs und Haushaltswaren, zu einem von derzeit fünf Regalen in Ahnatal bringen kann. Jeder der etwas sucht, kann sich dann von diesem Regal etwas mitnehmen.

Das Projekt wurde entsprechend auf den Namen „Gib und Nimm“ getauft. Dabei heben die 16 Verantwortlichen der Aktion hervor, dass es sich nicht um eine Tauschbörse handele. „Man kann jederzeit vorbeikommen und sich etwas mitnehmen, ohne dafür etwas abgeben zu müssen“, erklärt Gerhard Wetzel. In den Regalen finde sich für jeden etwas und das Projekt könne nur funktionieren, wenn sich die Besucher trauen würden, sich an den Regalen zu bedienen.

Menschen Freude machen

Die Intention hinter dem Geben und Nehmen sei vielseitig. Zum einen gehe es darum, Menschen zu beteiligen, die sich die Gegenstände nicht leisten können und diesen in einer ungezwungenen Art und Weise eine Freude zu machen. Andererseits möchte man ein Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft setzten.

„Es gibt so viele schöne Dinge, die man selbst nicht braucht und die anderen eine Freude machen“, erklärt Weimars Pfarrerin Ute Dilger. Zugleich appelliert sie daran, dass es sich nicht um eine Art Flohmarkt handele. Man möchte die Regale attraktiv gestalten und keinen Aufbewahrungsort zum „Entrümpeln der Wohnung“ nutzen.

In Weimar startete die Aktion bereits vor zwei Wochen. „Ich war erst skeptisch, aber es läuft prima“, freute sich Diakoniepfarrer Hans-Martin Wirth. HINTERGRUND

Von Tobias Kisling

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