Gebirgs- und Heimatverein will verstärkt für das Wandern im Verein werben

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Rast am Affendenkmal: Die Wandergruppe aus Kassel ließ sich von Volker Wagner und Jürgen Noll von der Wanderschule Nieste (Zweiter und Erster von rechts) zur Königsalm führen. Fotos: Dilling

Nieste / Kassel. Wandern sei beliebt in der Bevölkerung, doch leider sei nur ein Bruchteil bereit, diesem Hobby im Verein nachzugehen, sagt Siegfried Hässner vom Gebirgs- und Heimatverein Kassel beim Jahrestreffen des Vereins.

Der Dachverband, der Hessisch-Waldeckische Gebirgs- und Heimatverein (HWGHV), habe noch 5000 Mitglieder. Es seien einmal 7000 gewesen.

Horst Kraegermann, Vorsitzender des HWGHV, sieht das ähnlich. Die Vereine müssten sich verjüngen. Gezielt müsse man die Altersgruppe ab 50 ansprechen.

Horst Kraegermann

Bei solchen Nachwuchssorgen ist es wichtig, sich auszutauschen und öffentlich Flagge zu zeigen. Das taten rund 300 Wanderer aus der Region am Wochenende beim Jahreswandertreffen des HWGHV auf der Niester Königsalm. Das Treffen wurde vom Heimat- und Verkehrsverein Nieste ausgerichtet.

Dem Treffen ging eine Sternwanderung zur Alm voraus, bei der die Startergruppe aus Kassel mit rund 14 Kilometern den längsten Weg hatte. Diesmal machten sich nur 22 Wanderer aus Kassel, Volkmarsen und Lohfelden auf den Weg, die wie die übrigen Gruppen aus den Zweigvereinen von Horst Kraegermann begrüßt wurden. „Es hat Absagen gegeben von Leuten, die der angekündigte Regen abgeschreckt hat“, sagte Volker Wagner von der Wanderschule Nieste. So schlimm kam es dann gar nicht. Wer festes Schuhwerk hatte, kam auf den teils matschigen Wegen gut durch.

Nach einem Gottesdienst auf der Alm saßen die Vereinswanderer bei Akkordeonmusik beisammen, um sich auszutauschen und Wanderwimpel als Erinnerung an den Tag in Empfang zu nehmen. Mit dabei war auch ein Journalist aus Belgien: Stefaan Bailleur schreibt für ein Fachmagazin über die Vorzüge von Grimm- und Kasselsteig. Das freute natürlich vor allem die Mitglieder der Wanderschule Nieste, die schon lange daran arbeiten, die Region über die Grenzen hinaus bekannt zu machen. Belgier seien wahre Wanderenthusiasten. Zu den großen Veranstaltungen kämen häufig mehr als 1000 Wanderer.

Jahrestreffen des Gebirgs- und Heimatvereins Kassel

Kraegermann würde sich schon freuen, wenn nur ein Bruchteil in die Vereine käme. „Wir markieren die Wege, die anderen wandern darauf“, sagte er. Immerhin gebe es eine gute Zusammenarbeit mit der Montessori-Schule in Kassel. Deren Schüler markierten unter Anleitung selbst Wanderwege.

Von Peter Dilling

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