Gedeckter Tisch für Bienen und Co.

Blumenkunde: Gärtnermeister Daniel Dietzsch (vorn) erkundete mit der Ahnataler Kindernaturschutzgruppe „Die Eisvögel“ die Orchideenwiese und erklärte Luca (vorne, von links), Julian, Lia, Sina und den anderen Kindern, welche Blüten Bienen bevorzugen. Mit dabei waren Verena Jessen von der Gemeindeverwaltung (hinten, von links), Bürgermeister Michael Aufenanger, Umweltpädagoge Gerd Greskamp und Jugendarbeiter Wolfgang Blenkle (Dritter von rechts). Fotos: Schilling

Ahnatal. Ob im Vorgarten, in Pflanzkübeln oder auf der Wiese - in vielen Gärten in Ahnatal blühen derzeit bunte Blumenmischungen auf. Die Blütenpracht ist nicht nur ein erfreulicher Anblick, sie erfüllt auch einen ganz besonderen Zweck:

Die Blumen dienen als Weide für Bienen, Hummeln und andere Insekten, die auf der Suche nach Nektar sind.

Dass Ahnatal so aufblüht, liegt zum Teil an Daniel Dietzsch aus Weimar. Der Gärtnermeister hatte im März eine Aktion gestartet und Bienen- und Schmetterlingspflanzen sowie verschiedene Blumenwiesen-Samen zum Verkauf angeboten. „Wir wollten das Programm der Gemeinde „Für ein buntes Ahnatal“ unterstützen und in die Privatgärten hineinbringen“, erklärte Dietzsch jetzt bei einem Besuch der Ahnataler Kindernaturschutzgruppe „Die Eisvögel“. In der Natur in und rund um die Gemeinde gebe es eine Vielzahl an Insekten und seltenen Blumen. Doch die Artenvielfalt gehe immer mehr verloren. Dem Gärtnermeister ist es darum wichtig, etwas für die Insektenwelt und den Erhalt der Artenvielfalt zu tun.

Und weil dazu auch das Wissen um Pflanzen und ihre Bedeutung für die Tierwelt gehört, unterstützt Dietzsch mit der Aktion gleichzeitig die Eisvögel. Pro Saatmischung spendete er einen Euro an die Gruppe, insgesamt sind 120 Euro zusammengekommen. Bei der Übergabe des Geldes erkundete der Gärtnermeister gemeinsam mit den Kindern die Orchideenwiese in der Nähe des Eisvogelplatzes und erklärte am Beispiel der dortigen Blumen, welche Blüten Bienen bevorzugen. „Sie mögen eigentlich alles, was blüht, solang es keine gefüllten Blüten sind“, sagte Dietzsch.

„Ich finde es gut, die Pflanzen kennenzulernen. Und es ist auch wichtig, verschiedene Blumen zu pflanzen, damit die Bienen genug zu essen haben“, erklärte Sina, die regelmäßig zu den Eisvögeln geht. Die beste Zeit zur Aussaat der Bienenweiden ist laut Dietzsch der Mai, aber auch jetzt könne man die Blumenmischungen, die am besten auf mageren Böden gedeihen, noch aussäen. Gartenbesitzern rät er zudem, einfach mal eine kleine Fläche von vielleicht einem Quadratmeter nicht zu mähen und zu beobachten, was dort alles wächst.

Für Jugendarbeiter Wolfgang Blenkle ist die Initiative von Dietzsch eine tolle Idee. „Das gibt Impulse und regt Nachbarn zum Nachahmen an“, sagte er. Und auch Bürgermeister Michael Aufenanger lobte die Aktion. Er schlug vor, dass Dietzsch im kommenden Jahr gemeinsam mit den Eisvögeln eine Fläche in der Gemarkung der Gemeinde als Bienenweide gestaltet.

Von Meike Schilling

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