Naturfreundeverein Vollmarshausen begeht am Sonntag sein 90-jähriges Bestehen

Gefeiert wird im Grünen

„Klarschiff“ für das Geburtstagsfest am Sonntag: Vorstandsmitglieder sorgten für den letzten Schliff am Naturfreundehaus. Auf dem Bild sind zu sehen: (von links) 2. Vorsitzender Manfred Döberitz, Kassenwart Karl Heinz Eskuche, Vorsitzender Kai Göbel mit Ehefrau Sandra Göbel (Schriftführerin), Wandergruppenwart Justus Siebert und die Kinder Sven und Pia Göbel. Foto: Wohlgehagen

Lohfelden. Der Naturfreundeverein Vollmarshausen besteht seit 90 Jahren, am Wochenende wird gefeiert.

Der Verein hat eine wechselvolle Geschichte: 1921 wurde er als Ortsgruppe des deutschen Naturfreundeverbandes gegründet und zwölf Jahre später auf Anordnung des Naziregimes aufgelöst.

Nach dem zweiten Weltkrieg riefen Gründungsmitglieder wie Herman Heimrich und Hans Hohbein die Naturfreunde „aus Liebe zur Natur und dem Interesse an der Naturerhaltung“ wieder auf den Plan. Sie sorgten für den Fortbestand eines Vereins, der sich bis heute dem Wandern und der Pflege der Gemeinschaft unter Naturfreunden verschrieben hat.

Jetzt feiert der Naturfreundeverein, der sich seit seiner Gründung als Teil der Arbeitnehmerbewegung versteht, sein 90-jähriges Bestehen. Zum runden Geburtstag findet am Sonntag, 18. September, von 9 bis 18 Uhr ein Familienfest am Naturfreundehaus „Unter den Eichen“ statt.

Das schmucke Vereinsheim, ein vorher reparaturbedürftiges altes Wohnhaus, wurde 1968 von der damaligen Gemeinde Vollmarshausen im Erbbaurecht übernommen und in mühevoller Eigenleistung umgebaut. „Wir konnten froh sein, dass man das Haus nicht im Rahmen einer Feuerwehrübung abgebrannt hat“, erinnert sich Karl-Heinz Eskuche (77), der dem Vorstand seit 60 Jahren angehört. Jetzt soll das Haus mit der nachträglich angebauten Grillhütte auch für die nächsten Generationen als Rastplatz auf Wanderungen und als Stätte der Geborgenheit in der Natur erhalten bleiben. Stolz sind die Naturfreunde auch auf die große Sonnenterasse, auf der alljährlich die Maikundgebung der Arbeitnehmerschaft stattfindet. „Wir wollen unseren 80 Mitgliedern eine Brücke zur Natur bauen, sprechen aber gezielt auch umweltpolitische Themen an“, sagt Kai Göbel, der seit zwei Jahren an der Spitze des Vereins steht. „Die Naturfreunde“ seien wiederholt auch gegen Atomkraft und für den Frieden auf die Straße gegangen, sagte der Vorsitzende.

Heute sind die 80 Mitglieder der Ortsgruppe in vier Wander- und Familiengruppen Gruppen aktiv. Die Touristengruppe geht gemeinsam auf Reisen und nimmt an internationalen Camper-Treffen teil. Die ehemals aktiven Musikgruppen bestehen leider nicht mehr, sagt Kai Göbel. Der Vorstand setze verstärkt auf Mitglieder, die Aufgaben für die Gemeinschaft übernehmen. (ppw)

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