Aktion „Kinder für Nordhessen“ spendet Geld für Kauf von Musikinstrumenten

Musikalisch: Schüler der Giraffen-Klasse, einer flexiblen Eingangsstufe mit Schülern der 1. und 2. Klasse, entdecken die spannende Welt der Musikinstrumente. Vorne: Selim (9), Asma (6), Loreley (7), Mitte: Dean (7), Paula (6), Hinten: Leon (8), Klassenlehrerin Susan Apel, Leoni (6), Viktoria (7). Foto: H. Kothe

Vellmar. Auf dem Boden des Klassenzimmers stehen drei große Kisten. „Was ist da drin?“, fragt Klassen- und Musiklehrerin Susan Apel. Leon öffnet sie. „Wow! Rasseln“, sagt der Achtjährige.

Doch in den Kisten, die die Giraffen-Klasse der Grundschule Niedervellmar gerade auspackt, kommen noch mehr Instrumente zum Vorschein: Becken, Kastagnetten, Klanghölzer, Maracas, Röhrenholztrommeln, Triangeln, Trommeln, Schellen, Stabkastagnetten, Zimpeln. 250 Orff- und Rhythmusinstrumente hat die Grundschule Niedervellmar für das Projekt „Mit Musik geht alles besser“ angeschafft, gefördert durch Spendengelder der Aktion Kinder für Nordhessen.

„Sie sind erst vor kurzem eingetroffen“, sagt Apel. „Unser Ziel ist es, unseren Schülern die Instrumente näher zu bringen.“ Es sei gerade in jungen Klassen wichtig, Instrumente auszuprobieren und das Interesse zu wecken. Es gehe auch darum, ein Gefühl für Rhythmus zu bekommen, Spaß an der Bewegung zu haben und gemeinsam zu singen.

Nicht nur Leon greift sich ein Instrument, auch Dean, Fabio, Johanna, Anna-Lena und die anderen versuchen, ihnen Geräusche zu entlocken. „Alle Instrumente schlafen erst einmal“, fordert Apel ihre Klasse auf. Die Lehrerin legt ihren Zeigefinger auf den Mund und es kehrt Ruhe in das Geräuschkonzert ein. Dann wird jedes der neuen Instrumente von der Musiklehrerin benannt und erklärt, die Schüler dürfen eines nach dem anderen ausprobieren. Fabio tippt eine Triangel an. Johanna klopft auf eine Röhrenholztrommel. Loreley klappert mit Kastagnetten.

Apel nutzt die Musikinstrumente täglich mit ihrer Klasse. „Es ist ein Morgenritual. Wir musizieren etwa 15 oder 20 Minuten. Die Kinder haben viel Spaß daran“, sagt sie. „Und natürlich kommen sie im Musikunterricht zum Einsatz.“ Auch in den anderen sieben Klassen werden die Instrumente so oft wie möglich genutzt.

„Oft müssen sie sich noch etwas vorsichtig herantasten. Aber die Neugierde auf die Instrumente ist groß“, sagt Apel. Ihre Erfahrungen aus den ersten Wochen mit den neuen Instrumenten sind sehr gut. „Wir sind sehr dankbar dafür, endlich mit neuen Instrumenten arbeiten zu können.“

Von Helga Kristina Kothe

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