420 Kilometer in zwölf Tagen: Gerd Betz aus Fuldabrück testete neuen Wanderweg

Er geht auf Luthers Spuren

Unterwegs: Das Foto zeigt Gerd Betz aus Fuldabrück bei einer Wanderung auf dem Elisabethpfad. Foto: privat/nh

Fuldabrück. Pilgern bedeutet für Gerd Betz aus Fulda-brück, in der Natur unterwegs zu sein, Stille zu genießen und dabei die Gedanken schweifen zu lassen. Gerne wandelt der kirchengeschichtlich interessierte Pensionär dabei auf den Spuren historischer Persönlichkeiten. Auf den Elisabethpfaden Eins und Drei sowie dem Jakobsweg legte er in den vergangenen Jahren in acht Tagen 210 Kilometer und in zehn Tagen 320 Kilometer zurück.

In diesem Jahr kam er der Bitte des Vereins „Lutherweg in Hessen“ nach und folgte dem Reformator auf dessen Rückreise vom Reichstag in Worms zur Wartburg in Thüringen. Da die exakte Route aus dem Jahr 1521 nur teilweise bekannt und außerdem nicht als Wanderweg durchgängig geeignet ist, bereitet der Verein derzeit eine Pilgerroute abseits der Verkehrsstraßen vor, die pünktlich zum 500. Jahrestag der Reformation 2017 für die Öffentlichkeit freigegeben werden soll. Mit Unterstützung lokaler Kirchen- und Arbeitskreise sowie den Kommunen wird die Strecke mit Wegweisern und Hinweistafeln vorbereitet.

Der erfahrene Pilger Betz testete nun als Erster die noch nicht gekennzeichnete Strecke und legte in zwölf Tagen 420 Kilometer zurück. Sein Weg führte ihn von Worms bis Oppenheim durch die Rheinterrassen, das hessische Ried, mitten durch die Metropole Frankfurt und die Wetterau. „Weiter ging es auf der alten Handelsstraße „Auf den kurzen Hessen“ über Friedberg, Hungen, meine Heimatstadt Grünberg, Alsfeld und Bad Hersfeld bis Berka/Werra“, erinnert sich Betz.

Übernachtet wurde bei örtlichen Pfarrgemeinden, in Privatunterkünften und Pensionen. Nicht zuletzt dank guter Vorbereitung, ausführlichen Kartenmaterials und GPS lief alles problemlos. Auf der letzten Wegstrecke zur Wartburg begleitete ihn Tochter Stefanie. Wieder einmal haben die zahlreichen Kontakte mit freundlichen Menschen dazu beigetragen, die Tour zu einem ganz besonderen Erlebnis gemacht, das ihn mit Dankbarkeit erfülle, erklärt Betz. In Präsentationen stellt Betz seine Erlebnisse in Wort und Bild vor, erzählt sowohl persönliche Erfahrungen als auch geschichtliche Hintergründe und nimmt die Zuhörer mit auf seine Reise.

Infos zu Terminen unter betzgerd@googlemail.com oder 0561 470546.

Von Sabine Büntig

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