Markt liegt am Rand von Oberkaufungen

Mit Edeka-Eröffnung beginnt neue Debatte um Ortszentrum

Kaufungen. Am kommenden Donnerstag können die Kaufunger erstmals in dem neuen Edeka-Markt auf dem früheren Riffer-Gelände einkaufen.

In der fast 20 Jahre geführten Debatte über den richtigen Standort treibt die Gegner der jetzt verwirklichten Lösung vor allem die Sorge um, dass das Ortszentrum nun veröden wird, wenn der Einkaufsmarkt an der Peripherie von Oberkaufungen eröffnet wird.

Für die Grüne-Linke Liste Kaufungen (GLLK) ist es nun an der Zeit, über die Zukunft des historischen Ortskerns zu reden. Die Gemeinde stehe in der Verpflichtung, zusammen mit Einzelhandel und Handwerk Impulse zu setzen, fordert Torsten Felstehausen, Vize-Chef der GLLK-Fraktion. Er wirft den Befürwortern des Standorts Riffer-Gelände vor, die Ansiedlung eines „Magneten im Ortszentrum“ verhindert zu haben.

Felstehausen spielt damit auf die ursprünglich von Bürgermeister Arnim Roß (SPD) favorisierte Lösung eines Supermarkts im Saal des Bürgerhauses hin. Dieser Plan wurde von einer SPD-Abweichlerin verhindert.

Die heute fraktionslose Abgeordnete Antje Rumpf machte den Weg für die 7,5 Millionen Euro schwere Investition von Edeka frei.

GLLK-Mann Felstehausen fordert nun, Alternativen für den entgangenen Anziehungspunkt zu entwickeln, und zwar unter Beteiligung der Anwohner.

Zur Belebung des Ortskerns setzt Bürgermeister Roß aktuell auf das Projekt Brauplatz. Die Gemeinde hat die frühere Fleischerei Reichel gekauft und will das Areal nach dem Abriss der Gebäude der Baunataler Diakonie Kassel überlassen. Diese plant den Bau eines Behindertenwohnheims samt Tegut-Dorfladen. (ket)

Rubriklistenbild: © Archivfoto:  Brosche

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