Vier Häuser für Generationen in Heckershausen

Auf dem Gelände des Weißen Kreuzes soll altersgerechter Wohnraum entstehen

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Aktuelle Planung: Vier Gebäude in L-Form sollen auf dem Gelände des Weißen Kreuzes mit zwei Innenhöfen entstehen. Das vorhandene Mehrzweckhaus (hinten rechts angedeutet) gibt die Gebäudehöhe vor.

Ahnatal. Die Bevölkerung wird im Schnitt immer älter, der Bedarf an seniorengerechtem Wohnraum steigt. In Heckershausen soll jetzt ein Bauprojekt verwirklicht werden, das diesen Ansprüchen genügt. Aber nicht nur, sagt Jörg Stehler, einer der Initiatoren.

Zusammen mit seinem Freund und Investor Matthias Zimmermann und weiteren Ahnatalern wurde eine Projektgesellschaft gegründet, die das Vorhaben umsetzt. So sollen auf dem Gelände des Weißen Kreuzes vier Gebäude auf einer Fläche von 4800 Quadratmetern entstehen, die ein generationenübergreifendes Wohnen ermöglichen. Das Projekt ist mit einer Investitionssumme von bis zu sechs Millionen Euro kalkuliert.

Geplant sind laut Architekt Alexander Wenzel in den dreigeschossigen Gebäuden insgesamt 30 Wohneinheiten, vom Ein-Zimmer-Apartment über Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen bis zu einer Senioren-Wohngemeinschaft. Alle Häuser erhalten einen Aufzug und sind barrierefrei erschlossen.

Die Gestaltung der Wohneinheiten richte sich auch nach den Wünschen der künftigen Eigentümer, denn der komplette Wohnraum soll an private Interessenten verkauft werden.

Dabei haben die Initiatoren jene Menschen in Ahnatal – auch aus dem eigenen familiären Umfeld – im Blick, die aus Altersgründen gern ihr Haus gegen eine Wohnung eintauschen würden. Aber auch für junge Familien sei die Wohnlage ideal, meint der Ahnataler Stehler, der in Weimar eine Bauschlosserei betreibt.

Mit dem Wohnkonzept für Jung und Alt sei man schon vor Jahren an das Weiße Kreuz herangetreten und auf offene Ohren gestoßen. Noch sei die gesamte Fläche von 14 200 Quadratmetern für das Projekt reserviert. Ob man die Fläche kaufe, hänge von der weiteren Entwicklung ab, sagt Stehler. So muss zum Beispiel die Gemeindevertretung am 10. April noch einer Änderung des geltenden Bebauungsplans zustimmen. Eine positive Entscheidung vorausgesetzt, könne es dann mit dem Projekt schon bald losgehen, meinen Stehler und Wenzel.

Die vier Häuser sollen energiesparend in Massivbauweise errichtet werden. Sie werden in L-Form gebaut, jeweils zwei so zueinander ausgerichtet, dass ein Innenhof entsteht. Das gesamte Ensemble soll über ein Blockheizkraftwerk mit Strom und Wärme versorgt werden.

Ideal für alle Generationen sei der Standort auch durch die vorhandene Tagespflege und den Kindergarten im Mehrzweckgebäude des Weißen Kreuzes, sagt Stehler. Außerdem gebe es im Verwaltungstrakt noch freie Räume zum Beispiel für einen 24-Stunden-Service als Hilfe im Alltag.

Initiative stellt Projekt vor

Vor vier Jahren haben sich laut Jörg Stehler Elternpaare aus Ahnatal zu einer Initiative zusammengeschlossen, um die Lebenssituation verschiedener Generationen in der Gemeinde zu verbessern. Durch die Initiative sei es zum Bespiel gelungen, einen Montessori-Kindergarten auf dem Gelände des Weißen Kreuzes anzusiedeln.

Jetzt also das Wohnprojekt in direkter Nachbarschaft. Über die Pläne wollen die Initiatoren und der Planer Alexander Wenzel am morgigen Donnerstag, 3. April, ab 19 Uhr im Verwaltungsgebäude des Weißen Kreuzes, Weißes-Kreuz-Straße 3, informieren. (mic)

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