Kurzfristiger Lieferengpass

Gelbe Säcke sind Mangelware in Baunatal

Mangelware gelber Sack: Rainer Volknant hat erst nach mehrmaligen Anläufen ein paar Rollen ergattert. Fotos: Dilling

Baunatal. Wer in letzter Zeit beim Bürgerservice des Baunataler Rathauses nach gelben Säcken gefragt hat, dem konnte es passieren, dass er den Weg vergeblich machte: Es waren zumindest an bestimmten Tagen keine mehr verfügbar, wie der Landkreis Kassel bestätigte.

„Bei den gelben Säcken in Baunatal gab es einen kurzfristigen Lieferengpass, den wir bedauern. Inzwischen ist das Problem aber behoben“, sagt Kreispressesprecher Harald Kühlborn. Am Dienstag habe die Abteilung Abfallentsorgung 35 statt der 20 üblicherweise von Baunatal bestellten Kartons geliefert.

Fehler bei der Bestellung

Der Kreis und die Entsorgungsfirma Fehr aus Lohfelden sind im Rahmen des Dualen System gemeinsam für das Einsammeln des besonders gekennzeichneten Verpackungsmülls zuständig. Die Firma Fehr treffe keine Schuld, sagte Kühlborn. Gelbe Säcke seien genügend vorhanden. Mit einer Bestellung der Stadt Baunatal sei etwas schiefgegangen. Was genau, das sei leider nicht zu klären. Im Übrigen richteten sich die Liefermengen nach den „Lagerkapazitäten“ der jeweiligen Kommune, erklärte der Pressesprecher.

Es habe dieses Jahr „Engpässe bei der Versorgung gegeben“, teilte Baunatals Pressesprecher Thomas Briefs auf Anfrage der HNA mit. „Eine komplette Bestellung der gelben Säcke wurde gar nicht an uns ausgeliefert, und eine andere Bestellung ist nur zum Teil bei uns eingegangen“, erklärte er. Zusätzlich nehme die Nachfrage nach den Säcken in der zweiten Jahreshälfte stark zu, weil die zu Jahresanfang an jeden Haushalt verteilten zwei Rollen dann oft aufgebraucht seien.

Engpass nicht verständlich

Rainer Volknant aus Altenritte kann den Engpass bei den Säcken nicht nachvollziehen. Er selbst, seine Lebensgefährtin und seine Mutter hätten mindestens viermal vergeblich beim Bürgerservice nach Säcken gefragt. Erst beim vierten Mal habe die Rathausmitarbeiterin mit einer Telefonnummer der Abfallentsorgung des Landkreises geholfen. Vorher sei er darüber aufgeklärt worden, dass bestimmte Verpackungen gar nicht in den gelben Sack gehörten. Der Kreis habe ihm dann umgehend vier Rollen per Post geschickt. Er habe sich an seine Kindheit in den neuen Bundesländern erinnert gefühlt, wo ab und zu das Toilettenpapier ausgegangen sei, sagt Volknant.

Von Peter Dilling

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.