Die Benefizaktion „Anvertraute Pfunde“ erbrachte bislang 2500 Euro

Geldvermehrung bis zum Fest

Mit Waffeleisen: Birgit Böhm (links) und Katja Gräfe verwöhnten den Seniorenkreis sowie Vereine von Wilhelmshausen mit Leckereien. Foto: Temme/nh

Immenhausen / Fuldatal. Auf dem Schulhof wurden Brezeln verkauft, beim Gemeindefest Schuhe geputzt und im Tierpark die Ohren mit Posaunenklängen verwöhnt: Vielseitig waren und sind die Aktivitäten zur Aktion „Anvertraute Pfunde“, die an Himmelfahrt im Holzhäuser Kirchspiel begann.

„Jeder, der mitmachen wollte, bekam zehn Euro“, sagt Pfarrer Norbert Mecke. Die Idee sei, das Geld so zu investieren, dass anschließend eine größere Summe zusammenkomme. 470 Gemeindemitglieder aus Holzhausen, Wilhelmshausen und Knickhagen machen bei der Aktion mit, die der Kinder- und Jugendarbeit zugutekommt. „Eigentlich sollte das Projekt an Erntedank abgeschlossen sein, doch viele sind so engagiert, dass wir bis zur Adventszeit verlängert haben“, so Mecke.

Dass bis heute 2500 Euro zusammengekommen sind, ist dem Einsatz von Tjark Seeger (10), Julius Jung (10) und Paul Huerkamp (8) zu verdanken, die als Jüngste die Aktion unterstützen. Mit einem Bauchladen voller Brezeln war Julius beim Abschlussfest der Schule unterwegs, Tjark verkaufte Waffeln, Kuchen und Kaffee bei einem Reitcamp, und Paul lockte nach einem Gottesdienst im Tierpark mit Schnucketüten. „Viele waren großzügig und haben mehr bezahlt, als es kosten sollte“, verrät Paul, der mit den anderen Jungen über 300 Euro eingenommen hat.

Mächtig ins Zeug legte sich auch eine Frauengruppe aus Holzhausen: Marmeladen, Liköre, Kräuteröle, Schals, Lavendelkissen und Schmuck verkauften sie bei Veranstaltungen und sammelten so 1000 Euro.

Den Spieß umgedreht haben Katja Gräfe und Birgit Böhm. In Wilhelmshausen rückten die Freundinnen den Vereinen auf die Pelle und verwöhnten sie mit Leckereien. „Anschließend haben wir um eine Spende gebeten, wobei immerhin fast 200 Euro zusammenkamen.“ Um eine Zuwendung bat auch der örtliche Posaunenchor, der vielerorts ein Ständchen brachte. „Die zehn Euro brauchten wir nicht, aber wir wollten die Aktion unterstützen“, sagt Benno Albert. Auch mit Straßenmusik in der Kasseler Innenstadt, einem Tortenback-Service oder Trödelverkauf bei Ebay vermehrten die Holzhäuser ihren Zehner. (zta/nh)

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