Gemeinde Fuldabrück sucht dringend Tagesmütter

Fuldabrück. Die Gemeinde Fuldabrück sucht dringend nach qualifizierten Tagesmüttern und -vätern zur Betreuung von Kleinkindern.

Seit August 2013 besteht für Eltern ein gesetzlicher Anspruch auf Betreuung ihrer Kinder ab einem Alter von 13 Monaten. Die Gemeinden sind verpflichtet, Plätze zur Verfügung zu stellen - entweder in Kindertagesstätten oder in der Kindertagespflege. Fuldabrück hat sich für das Modell der Tagesmütter entschieden. „Für die ganz Kleinen erscheint uns die Betreuung in familiären Kleingruppen - wie bei Tagesmüttern gegeben - für geeigneter“, sagt Bürgermeister Dieter Lengemann (SPD) zur Begründung.

Doch in Fuldabrück sind derzeit nur zwei Tagesmütter aktiv. Sie können den steigenden Bedarf nicht abdecken.

Dieter Lengemann

„Unsere drei Kindertagesstätten sind ausgelastet, derzeit stehen keine freien Plätze zur Verfügung“, so Bürgermeister Lengemann zur HNA.

Selbst bei der Aufnahme von zweijährigen Kindern könne es zu Wartezeiten kommen. Um die Betreuung ab 13 Monaten zu ermöglichen, müssten die Einrichtungen räumlich erweitert werden, außerdem wäre zusätzliches Personal erforderlich.

Die gesuchten Tagesmütter müssen neben Freude an der Betreuung von Kindern sowie einem geeigneten Umfeld über eine Qualifizierung verfügen, die über den Fachbereich Jugend des Landkreises Kassel angeboten wird. In 160 Unterrichtseinheiten werden die erforderlichen Kenntnisse vermittelt, die Kosten werden übernommen.

Vermittlung über Lohfelden

Danach dürfen bis zu fünf Kinder gleichzeitig betreut werden. Die Vermittlung erfolgt über regionale Vermittlungsstellen, für Fuldabrück ist das ASB-Mehrgenerationenhaus in Lohfelden mit zuständig.

Die Tätigkeit bietet den Vorteil, zeitlich flexibel und zu Hause tätig zu sein. Die Tagesmutter bestimmt selbst die Anzahl der Betreuungskinder, den zeitlichen Umfang ihrer Tätigkeit sowie die Rahmenbedingungen.

Die Vergütung der Kindertagespflege setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen:

• Pro Kind und Betreuungsstunde zahlt der Landkreis Kassel 3,30 Euro direkt an die Betreuungsperson.

• Der Tagesmutter ist es freigestellt, mit den Eltern einen zusätzlichen darüber hinausgehenden Beitrag zu vereinbaren.

• Beantragt werden kann eine zusätzliche Landesförderung in Höhe von 100 bis 250 Euro monatlich pro Kind (die Höhe richtet sich nach den wöchentlichen Betreuungszeiten).

• Darüber hinaus zahlt die Gemeinde Fuldabrück an Tagespflegepersonen im Gemeindegebiet monatlich 50 Euro pauschal sowie weitere 10 Euro pro Tageskind sowie für jedes volle Kalenderjahr 250 Euro. Diese weitgehende Unterstützung in den Gemeinden Fuldabrück und Lohfelden ist im Kreis Kassel die Ausnahme.

Interessenten können sich bei der Vermittlungsstelle für Tagesmütter und -väter informieren. Kontakt: Ilona Heisip, Tel. 05 61/ 9 51 87 51. Telefonische Sprechzeiten sind Dienstag 13 bis 15.30 Uhr und Donnerstag 9 bis 11.30 Uhr.

Ein persönliches Gespräch ist heute, Dienstag, 5. Mai, von 10 bis 12 Uhr im Fuldabrücker Rathaus in Dörnhagen möglich. Hierzu wird um telefonische Anmeldung gebeten.

Von Sabine Büntig

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