Feuerwehrhaus Lohfelden soll mit Fotovoltaikanlage ausgestattet werden

Dr. Christoph Brake

Lohfelden. Bis 2030 soll Lohfelden CO²-neutral sein. Um dieses Ziel zu erreichen, investiert die Gemeinde nun 150.000 Euro in eine Fotovoltaikanlage, die auf dem Dach der neuen Feuerwehrzentrale an der Crumbacher Straße montiert werden soll.

Die Gemeindevertreter beschlossen in ihrer jüngsten Sitzung mehrheitlich die außerplanmäßige Bereitstellung der Haushaltsmittel für die Errichtung der Anlage.

Bürgermeister Michael Reuter (SPD) sagte, dass der Zeitpunkt, ab dem die Anlage gewinnbringend arbeitet, erst in knapp 20 Jahren erreicht ist. Er sieht den vorrangigen Sinn aber in der CO²-Einsparung. Denn man spare mit der Anlage knapp 1000 Tonnen C02 an Emissionen in der Zeit bis zur Erreichung der Gewinnschwelle ein, so Reuter.

Gegen die Bereitstellung der Haushaltsmittel sprach sich einstimmig die Grünen-Fraktion aus. „Man muss abwägen, ob es nicht Maßnahmen gibt, mit denen man mehr CO² einsparen kann“, sagte Dr. Christoph Brake. Als Beispiele nannte er die Straßenbahnanbindung nach Kassel sowie die Umstellung der kommunalen Energieversorgung auf Ökostrom. „Eine Gemeinde, die bis 2030 CO²-neutral sein will, macht sich unglaubwürdig, solange sie noch den eigenen Strom aus Kohle- und Atomkraftwerken bezieht“, meinte Brake.

Bernd Hirdes (SPD) verwies jedoch darauf, dass es sich bei der Errichtung der Anlage um eine Maßnahme handele, die in sich finanziert sei. „Wir nehmen ja kein Geld aus der Kasse“, so Hirdes. Die Fotovoltaik-Anlage soll in Eigenregie durch die Gemeindewerke errichtet werden. (phc)

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