Konsequenzen aus Misshandlungsvorwürfen gezogen - Ermittlungen dauern an

Nach Misshandlungsvorwürfen: Kita-Leiterin beurlaubt

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Unruhe im Regenbogen-Kindergarten: Ein Vater erhebt Vorwürfe gegen die Kindergartenleitung. Wegen der angespannten Situation wollten sich Erzieherinnen in eine andere Einrichtung versetzen lassen

Niestetal. Die Gemeinde Niestetal zieht im Zusammenhang mit den Vorgängen im Kindergarten Regenbogen in Heiligenrode weitere Konsequenzen: Nachdem bereits der zuständige Amtsleiter von seinen Aufgaben im Kita-Bereich entbunden wurde, hat Bürgermeister Andreas Siebert (SPD) jetzt die Leiterin der Betreuungseinrichtung beurlaubt.

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Siebert kommt damit letztlich der Forderung von Eltern nach. Eine „Elterninitiative kindgerechter Kindergarten“ hatte bereits im Oktober die Kita-Leiterin aufgefordert, sich bis zur Klärung der gegen sie erhobenen Vorwürfe beurlauben zu lassen.

Jetzt hat die Gemeinde gehandelt. „Wir haben eine kommissarische neue Leitung im Kindergarten Regenbogen“, sagte Siebert am Montag auf HNA-Anfrage. Weitere Details wollte der Bürgermeister mit dem Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht nennen.

Nach HNA-Informationen haben die Juristen der Gemeinde dem Bürgermeister geraten, die umstrittene Leiterin zu beurlauben. Wie berichtet, wird der Frau vorgeworfen, ein Kindergartenkind gemobbt zu haben. Unter andem soll die Erzieherin wiederholt abwertend von dem Mädchen gesprochen haben. Die Eltern des Kindes hatten sie daraufhin wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen angezeigt.

Es sei ein Segen für die Kinder und die Erzieherinnen, dass die Leiterin beurlaubt worden sei, hieß es im Umfeld des Kindergartens. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe gegen die Frau war auch der zuständige Amtsleiter der Gemeindeverwaltung Niestetal ins Visier geraten. Ihn wird vorgeworfen, das Verhalten der jetzt abgesetzten Kita-Leiterin gedeckt zu haben. Außerdem soll er zwei Erzieherinnen aus der Kita Regenbogen verboten haben, in der Angelegenheit als Zeuginnen auszusagen. Die Zeuginnen hatte der Vater des angeblich misshandelten Kinder benannt.

Wann endgültig Licht ins Dunkel um die Vorgänge in der Kindertagesstätte kommt, ist offen. Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Kassel, Oberstaatsanwalt Hans-Manfred Jung, erklärte, dauern die Ermittlungen in dem Fall an.

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