Reinhard Heinz tritt nicht wieder an

Espenauer Gemeindebrandinspektor hört auf

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Treue zur und Engagement für die Feuerwehr: Friedhelm Jordan (vorn von links), Herbert Pötter, Erwin Höhmann (passives Mitglied) wurden für 50 Jahre, Werner Exler (dahinter von links), Karl Heinrich Krause und Arthur Beck für 25 Jahre ausgezeichnet.

Espenau. Neben seinem Bürgermeister verliert Espenau kommendes Jahr auch seinen Gemeindebrandinspektor: Reinhard Heinz verkündete während der Jahreshauptversammlung des Feuerwehrvereins Mönchehof am Freitagabend, dass er sich nicht für eine zweite Amtszeit zur Wahl stellen werde.

Somit wird voraussichtlich im Februar oder März 2014 eine Neuwahl nötig.

Heinz ist seit 40 Jahren Feuerwehrmann. 15 Jahre war er Wehrführer von Mönchehof und zehn Jahre stellvertretender Gemeindebrandinspektor.

Heinz erklärte gegenüber der HNA, er wolle einen Generationswechsel ermöglichen. Er sei guter Hoffnung, dass bald ein Nachfolger gefunden werde. Der Feuerwehr bleibe er als Aktiver weiterhin erhalten, sagte der 56-Jährige.

Heinz ließ durchblicken, dass er zu einem Zeitpunkt gehen möchte, an dem das Feld bei der Espenauer Wehr gut bestellt ist. Die Vorgaben des Bedarfsentwicklungsplans hat Heinz weitgehend umgesetzt. Er wird wohl noch den Antrag für ein Tanklöschfahrzeug TLF 16 auf den Weg bringen und um die Anschaffung einer Wärmebildkamera kämpfen. Die sei für die Personenrettung ganz wichtig, sagte er im Gerätehaus.

Die Diskussionen um Neuanschaffungen seien mit Heinz immer vernünftig verlaufen, lobte Bürgermeister Michael Wielert (SPD), der sich für das Engagement des Mönchehofer Feuerwehrvereins bedankte.

Neben Heinz kündigte auch der langjährige Jugendwart Michael Ast (42) an, nächstes Jahr aufhören zu wollen. Für dieses Amt brauche es jetzt einen Jüngeren, sagte er. Eine seiner letzten großen Aufgaben wird die Ausrichtung des Kreiszeltlagers der Jugendfeuerwehren in Espenau Ende Juni sein.

Reinhard Heinz

Der Feuerwehrverein hat unverändert 225 Mitglieder. Er stehe finanziell gut da, sagte Vorsitzender Oliver Töppel. Die Mitgliedsbeiträge seien zu fast 100 Prozent in Form von Investitionen in die Feuerwehr zurückgeflossen. Der Verein hat allein 400 Euro für die Jugendwehr ausgegeben und für mehr als 1000 Euro ein Mannschaftszelt und eine Geschirrspülmaschine angeschafft.

Töppel strich das große ehrenamtliche Engagement der Vereinsmitglieder beim Maibaum- und beim Waldfest heraus. Für Letzteres habe man 300 Meter Schlauch legen müssen, um das Fest mit Wasser zu versorgen. Schade sei allerdings, dass so wenig Gäste zum Maibaumfest und zu der Weihnachtsfeier gekommen seien.

Küchenutensilien, Tische und Bänke werde man an andere Vereine nicht mehr ausleihen, weil es zu viele Schäden gegeben habe, sagte Töppel.

Für 50 Jahre aktiven Dienst in der Espenauer Feuerwehr erhielten Friedhelm Jordan und Herbert Pötter die Goldene Ehrenplakette des Feuerwehrverbands.

Von Peter Dilling

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