Fuldabrücks Bürgermeister: „Gemeinden geht’s nicht schlecht“

Dieter Lengemann

Fuldabrück. In mehreren Gemeinden des Landkreises Kassel wird aktuell über Zusammenschlüsse der Verwaltungen oder gar eine Fusion von Kommunen diskutiert. Hintergrund ist die schwache Finanzlage mancher Gemeinden.

Fuldabrücks Bürgermeister Dieter Lengemann (SPD) meint allerdings, dass es den Kommunen eigentlich gar nicht so schlecht gehen müsse. Er nennt eine Reihe von Belastungen, die zu der Misere erst geführt habe.

Ein Punkt sei die Umstellung auf die doppelte Haushaltsführung „Doppik“ gewesen. Zum einen habe die Neuorganisation selbst viel Geld gekostet, zum anderen müssten Abschreibungen in den Haushalt eingestellt werden. Das bedeute für die Gemeinde Fuldabrück eine Mehrbelastung von 1,9 Millionen Euro pro Jahr.

Des Weiteren nennt Lengemann einen Rückgang bei den Zuweisungen aus dem Kommunalen Finanzausgleich. Das schlage in Fuldabrück mit einem Minus von 600.000 Euro zu Buche.

Außerdem sei vor Kurzem die Kreis- und Schulumlage um sechs Prozentpunkte von 52 auf 58 Prozent angehoben worden. 600.000 Euro müsse die Gemeinde deshalb mehr an den Landkreis zahlen.

Und schließlich nennt Fuldabrücks Bürgermeister noch die Kompensationsumlage vom Land Hessen. Diese sei jedes Jahr gestiegen und verursache in Fuldabrück Ausgaben von zusätzlich 200.000 Euro.

„Den Gemeinden geht es also gar nicht so schlecht“, sagt Lengemann. Die zusätzlich geschaffenen Ausgaben führten aber vielerorts zu einer defizitären Haushaltslage. (sok)

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