Interkulturelles Sportfest und Straßenfußball-Turnier sorgten Samstag für Leben auf dem Europaplatz

Gemeinsam mit Spaß in Ballance

Mädchen-Power: Belal (von links) vom Jungs-Team Los Kurdos hat kaum eine Chance gegen Nupelda, Pinar, Berfin und Keder (rechts) vom Mädchen-Team Bicens, aber noch kontrollieren Emin (vorn) und Senar (Zweiter von rechts) den Ball. Fotos: Junker

Baunatal. Rumms – der Ball knallt gegen die Bande, diesmal hatte Berfin vom Bicens-Team das Tor verfehlt.

Die vier Bicens-Mädchen waren eines von mehr als 20 Teams, die am Samstagnachmittag beim Ballance-Turnier auf dem Europaplatz in Baunatal mit Tempo und Temperament Straßenfußball (Streetsoccer) spielten.

„Ballance 2011 - Straßenfußball für Toleranz“ – auf dem 15 mal zehn Meter großen Soccerfeld kämpften Donnerstag, Freitag und Samstag jeweils zweimal fünf Minuten Vereins-, Schul-, Familien- und Freizeitmannschaften gegeneinander. Der Name Ballance wird übrigens mit Doppel-L geschrieben, weil er sich von Ball ableitet.

Fair Play und Spaß am Fußball standen an erster Stelle. Darum gibt es auch keine genauen Teilnehmerzahlen. „Es wurde zwischendurch getauscht und gewechselt“, sagt Michael Lattemann vom Kinder- und Jugendzentrum Second Home. Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Einheimische und Zugezogene spielten mit- und gegeneinander, aber um eben diese lockere Art und Weise ginge es ja schließlich.

Musik und Tanz

Spaß hatten auch die Teilnehmer und Besucher des 2. Interkulturellen Sportfestes, das am Samstagnachmittag stattfand. Dieses ist ein Bestandteil des Projektes „Mittendrin“, welches vom Internationalen Bund seit drei Jahren in Baunatal angeboten wird.

Die Sportvereine Anadolu spor, KSV und GSV Baunatal, der Ausländerbeirat, die Feuerwehr, das Stadtteilzentrum Baunsberg und das Second Home hatten als Kooperationspartner viele attraktive Angebote aus Kultur und Sport organisiert. Für Vielfalt sorgte unter anderem die Gruppe Zeybek mit Musik und Tanz der türkischen Folklore, europäische Unterhaltungsmusik steuerte der Musikzug des GSV Eintracht bei.

Das bunte Programm aus Hip-Hop, Kistenklettern, Kindertanz, Selbstverteidigung Wing Tsun, Tischfußball und mehr zog bei herrlichem Sommerwetter nach Angaben der Veranstalter knapp 300 Straßenfußballer und Besucher in die Innenstadt.

„Wir hätten uns zwar mehr Besucher gewünscht, sehen das Fest aber trotzdem als guten Erfolg“, sagt Tobias Spengler, der das Projekt Mittendrin leitet. Man habe für Toleranz, friedliches Miteinander und Vielfalt geworben - von Alteingesessenen und Zugezogenen, deutschen Jugendlichen und solchen mit Migrationshintergrund, Alten und Jungen. Darum soll es 2012 das 3. Interkulturelle Sportfest in Baunatal geben, dann wohl vom Ausländerbeirat der Stadt organisiert.

Hintergrund

Von Constanze Junker

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