Streudienste aus dem Bauna-Tal geben sich gut gerüstet für ersten Wintereinbruch

„Genügend Salz auf Lager“

Steigungsstrecke: In den höher gelgenen Ortsteilen von Schauenburg bleibt der Schnee meistens schnell liegen, wie hier in einem früheren Winter auf der Korbacher Straße in Hoof. Das kleine Foto zeigt ein Räumfahrzeug aus Baunatal beim Befüllen von Salz. Archivfotos: Kühling, privat/nh

Baunatal/Schauenburg. In diesen Tagen gibt es in Deutschland den ersten größeren Wintereinbruch. Damit die Straßen frei bleiben, sind die Streudienste gefordert. Die Bauhöfe aus Baunatal und Schauenburg setzen bei Bedarf ab 4 Uhr ihre Räumfahrzeuge ein, um die kommunalen Verbindungen, Haltestellen und Gehwege von Schnee und Eis zu befreien.

Für die überörtlichen Strecken – für Bundes-, Landes- und Kreisstraßen – ist die Straßenmeisterei Gudensberg zuständig.

Zu Engpässen beim Streusalznachschub werde es bei einem durchschnittlichen Winter nicht kommen. Davon geht zumindet Schauenburgs Bauhofleiter Raimund Scholibo aus. Vor zwei und drei Jahren war während längerer Perioden mit Schnee und Eis in vielen Kommunen das Salz ausgegangen. Erstens seien die eigenen Lager auf dem Bauhof mit etwa 130 bis 140 Tonnen Salz gut gefüllt, sagt Scholibo. Zweitens gebe es noch eine gemeinsame Reserve der Kommunen Schauenburg, Baunatal und Fuldabrück in Großenritte mit zusammen 150 Tonnen Salz, und drittens habe der Deutsche Straßendienst seine Kapazitäten in den Außenlagern erweitert. „Jetzt können wir schneller bestellen“, so der Bauhofchef.

15 Tonnen pro Tour

Auch Baunatals Bauhofchef Karl Stock rechnet nicht mit Engpässen beim Salznachschub. Zwei Silos mit 50 Tonnen gebe es und ein 25-Tonnen-Lager mit losem Streumittel. Stock gibt allerdings zu bedenken, dass bei dauerhaften winterlichen Verhälnissen das Salz auch schnell verbraucht ist. „Wenn wir einen Tag richtig streuen, sind 15 Tonnen weg.“

Fünf große Räumfahrzeuge und fünf kleine hat Baunatals Bauhofleiter zur Verfügung. 30 Mitarbeiter wollen in den sieben Stadtteilen von 4 bis 24 Uhr die weiße Pracht von den Straßen bekommen. Im Notfall werde auch länger gearbeitet, heißt es aus dem Rathaus.

In Schauenburg stehen drei große und drei kleine Räumfahrzeuge bereit. Der Frühdinst beginnt ebenfalls um 4 Uhr. Zwölf Mitarbeiter werden laut Scholibo bei glatten Straßen im Winterdienst eingesetzt. Im Normalfall streuen diese bis 21 Uhr, sagt Raimund Scholibo. „Bei Bedarf auf den Busstrecken auch länger.“ Grundsätzlich habe der ÖPNV vorrang.

Ganz anders sieht die Sache auf den Straßen in den Wohngebieten aus. Dort wird in den meisten Fällen von den Bauhöfen nicht geräumt und gestreut. Für die Beseitigung von Schnee und Eis auf den Gehwegen sind in der Zeit zwischen 7 bis 20 Uhr die Anwohner zuständig.

Auf gefährlichen Abschnitten

Die Stadt Baunatal will dennoch auch auf Nebenstraßen im Bereich von besonders gefährlichen Straßenabschnitten sowie von Einmündungen auf Hauptstraßen räumen. Allerdings bittet der Bauhof um Verständnis, „dass nicht alle Straßen in den Räum- und Streudienst einbezogen werden können“.

Von Sven Kühling

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